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Text von Sonntag, 10. July 2005

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 3TM zum Dritten: Wochenend und Sonnenschein 
 Marburg * (fjh)
"Nach 15 Jahren Open-Air ist mir das Wetter inzwischen ziemlich egal", gestand Peter Manshardt. Beim 8. Stadtfest "3 Tage Marburg" (3TM) hatte der Geschäftsführer des Marbuch-Verlags als Veransttalter kaum Grund zur Klage. So zog Manshardt am Sonntag (10. Juli) vor knapp 150 geladenen Gästen im Sorat-Hotel eine vorläufige Bilanz.
"Eine Stadt voller Musik" hatte die Marburger Neue Zeitung (MNZ) in ihrem Bericht vom Festgeschehen getitelt. Von Klassik über Jazz, Pop und Rock bis hin zu Folk und mittelalterlichen Liedern reichte die breite Palete der dargebotenen Klang-Unterhaltung. Hinzu kamen sehenswerte Acts wie das Drachenboot-Rennen auf der Lahn oder die Vorführung von Sport auf den Lahnwiesen. Hier zeigten die Marburger Autohäuser auch ihre neuesten Modelle und boten sie zum Kauf an.
Mit dem bisherigen Verlauf des Stadtfests zufrieden zeigte sich auch Oberbürgermeister Egon Vaupel. Auch beim Drachenboot-Rennen sei es in diesem Jahr sehr gut gelaufen, witzelte der SPD-Politiker. Doch nur böse Zungen behaupteten, die SPD habe nun zum ersten Mal gewonnen, weil Vaupel nicht mit im Boot gewesen sei.
"Alle in einem Boot gemeinsam zu einem Ziel", so beschrieb Vaupel auch die Anstrengungen zur weiteren Entwicklung der Stadt Marburg. Besonderen Dank statteten er und Manshardt dem Alt-Oberbürgermeister Dietrich Möller ab, der wesentlich zur Vorbereitung des Stadtfests beigetragen habe.
Erstmals musste Manshardt beim 8. "rTM" einen Unfall vermelden: Eine Mitarbeiterin hatte sich beim Sturz auf einer Treppe einen Bänderriss zugezogen. Doch schon beim traditionellen Festempfang im Sorat-Hotel saß sie wieder munter hinter dem Empfangstresen und begrüßte die Gäste.
Die Spenden gehen in diesem Jahr an das neue "G-Werk" im Afföller. Das er Marburger Pharma-Unternehmen unterstützt mit seinen Einnahmen die "Marburger Tafel".
Gut getafelt haben auch die Vertreter aus Politik, Kultur und Vereinsleben. Derweil präsentierte das "Duetto Vocalissimo" drei Gesangsstücke. Zunächst ließ das gemischte Duo die Arie "Baccarole" von Jacques Offenbach erklingen. Das Liebeslied mit dem Refrain "Schöne Liebesnacht" zählt zweifellos zu den Ohrwürmern im Operretten-Repertoire. Noch bekannter ist indes - vor allem durch die Interpretation von Frank Sinatra - Paul Ankas Song "My Way". Auch hier beeindruckten die beiden jungen Vokalisten mit ihrem einfühlsamen und treffsicheren Gesang.
Hatten sie bereits auf der "Schlossparkbühne" das Klassik-Open-Air eingeleitet, so traten die beiden jungen Sänger am Sonntagnachmittag noch einmal auf der Montevideo-Bühne beim Schloss auf.
Hatte es kurz nach der Eröffnung am Freitag (8. Juli) noch einmal einen kurzen heftigen Platzregen gegeben, so zeigte sich der Wettergott danach gnädig. Bei strahlendem Wetter drängten sich am Sonntagnachmittag wahre Menschenassen durch die Oberstadt. Sicherlich hatte der verkaufsoffene Sonntag auch viele Besucher aus dem Umland angelockt. Jedenfalls wartete vor dem Oberstadt-Aufzug am Rudolphsplatz eine lange Schlange. Und auch im Pilgrimstein reihte sich ein Auto an das andere.
Dennoch war die Stimmung ausgelassen und fröhlich. Schließlich erklang fast überall Musik. Hier duftete es nach gebrannten Mandeln, dort nach frischen Bratwüprsten. Zwischendurch drang die Stimme der Sngerin Meike Köster, die auf der Steinwegbühne unter dem Titel "Singer-Songwriter" englische Texte mit Gitarrenbegleitung vortrug.
 
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