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Text von Montag, 27. März 2006

> p o l i t i k<
  
 Knapp vorne: Zufriedener OB am Wahlabend 
 Marburg * (amd)
Zufrieden äußerte sich Oberbürgermeister Egon Vaupel (SPD) am Sonntag (26. März) im Rathaus zum vorläufigen amtlichen Endergebnis der Kommunalwahl 2006.
Nach der vorläufigen Auswertung von 74 Wahlbezirken war die Stimmung noch ruhig und gelassen, da noch einige wichtige Bezirke fehlten. Allerdings zeichneten sich bereits ein Führen der SPD und eine starke Grüne ab. Die Spannung und der Lärmpegel stiegen jedoch nach der vorläufigen Auswertung von 90 Wahlbezirken erheblich an.
CDU und SPD lagen mit 33,3% gleich auf. Die beiden letzten Wahlbezirke würden die Entscheidung bringen.
Entspannung trat erst wieder ein, als das vorläufige Endergebnis für den Abend bekannt wurde. Demnach führte die SPD mit 33,6%, gefolgt von der CDU mit 33,3%. Über das Ergebnis von 17,4% waren die Grünen sehr erfreut. Die FDP hatte im Vergleich zur letzten Wahl nur 4,5% erreicht, während die Marburger Linke 8,7% der Wählerstimmen erhielt.
Auch die Wahlbeteiligung hat erneut abgenommen. Lag sie im Jahr 2001 noch bei ungefähr 52%, so erreichte sie am Sonntag nur 43,9%. Insgesamt hatten 54.561 Bürger das Recht, zu wählen. Doch nur 23.939 nahmen dieses auch in Anspruch.
Interessant ist ebenfalls, dass die Mehrheit der Wähler ihr Kreuzchen für eine Liste setzte und nicht für die einzelnen Bewerber selbst. So gab es 12.740 Listenstimmen und 10.518 Bewerberstimmen.
Trotz des Kopf-an-Kopf-Rennens mit der CDU äußerte sich Vaupel positiv. "Man ist allerdings erst nach den Koalitionsverhandlungen richtig erfreut."
Für ihn war überraschend, dass die FDP an Stimmen verloren hatte. Aufgrund des Nicht-Antritts der "Bürger von Marburg" waren immerhin 7% der Stimmen noch zu vergeben. Vaupel zeigte sich erfreut, dass diese Stimmen nicht alle die CDU eingeheimst hatte.
 
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