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Text von Montag, 13. Februar 2006

> p o l i t i k<
  
 Nicht ohne einander: Kreis kooperiert mit Stadt 
 Marburg * (fjh/pm)
Die Stadt Marburg und der Landkreis Marburg-Biedenkopf wollen intensiver zusammenarbeiten. Das kündigten sie am Montag (13. Februar) an. Kooperationen sollen vor allem dort stattfinden, wo sich Potenziale sinnvoll ergänzen.
In der vorangegangenen Woche hatte ein weiteres Spitzengespräch der Verwaltungsspitzen von Landkreis und Stadtstattgefunden, an dem Landrat Robert Fischbach, Oberbürgermeister Egon Vaupel, Erster Kreisbeigeordneter Dr. Karsten McGovern, Bürgermeister Dr. Franz Kahle = und Stadträtin Dr. Kerstin Weinbach mit Mitarbeitern teilgenommen haben.
Ziel dieser Gespräche ist es, dort intensiver zusammenzuarbeiten, wo man durch eine gemeinsame Arbeit effektiver wirken und die Leistungen vor allem für die Bürger potenzieren kann.
Für Fischbach und Vaupel sind das insbesondere die Bereiche des Tourismus, des Gefahrenabwehr-Zentrums, der Wirtschaftsförderung und auch der Bereich der Ehrenamts-Card.
"Wir versuchen in den Gesprächen, auszuloten, wo eine Zusammenarbeit sinnvoll erscheint. Besonders konkret sind wir im Bereich der Zusammenarbeit im Tourismus geworden, denn wir wollen die Schlagkraft des Tourismus für unseren Raum stärken und Doppelstrukturen abbauen", erklärteFischbach. Vaupel erläuterte, wie sich Stadt und Landkreis eine gemeinsame Lösung vorstellen: "Hinsichtlich der Zusammenführung der Aufgabe Tourismus wird eine gemeinsame GmbH-Lösung noch in diesem Jahr angestrebt. Es besteht Einvernehmen darin, dass die Aufgabe zukünftig in einer Tourismus-Information in der Stadt Marburg mit dem Sitz der GmbH im Kreishaus wahrgenommen wird."
Für Vaupel hat Stadtmarketing einen besonderen Stellenwert. Durch die geplante Zusammenarbeit werde dieser Schwerpunkt für Marburg noch betont.
Bezüglich des Gefahrenabwehr-Zentrums und der Zentralen Leitstelle gibt es ebenfalls intensive Gespräche. "Wir müssen alle Möglichkeiten für ein solches Zentrum ernsthaft prüfen. Und dazu gehört auch die Möglichkeit des Ausbaus am bisherigen Standort an der Hauptfeuerwache in Marburg. Wir sind nicht festgelegt", sagte Fischbach.
Bevor weitere Schritte hinsichtlich des Standorts des Gefahrenabwehr-Zentrums angedacht werden, ist zunächst das Ergebnis der zuständigen Projektgruppe abzuwarten. Es wird derzeit auch über eine kurzfristige Übergangslösung zur Optimierung der Räumlichkeiten an der Hauptfeuerwache nachgedacht.
Der Oberbürgermeister verwies darauf, dass die bereits vereinbarte Kooperation im Bereich der Wirtschaftsförderung weiter konkretisiert werde: "Die Stabsstellen der Wirtschaftsförderung von Stadt und Landkreis wurden beauftragt, jährlich eine gemeinsame Konzeption (mit beispielsweise Veranstaltungsthemen, Veranstaltungsterminen) zu erstellen und den jeweiligen Gremien zur Kenntnis vorzulegen."
Darüber hinaus soll zur Verleihung der Ehrenamts-Card im Mai 2006 eine weitere gemeinsame Veranstaltung im Technologie- und Tagungszentrum (TTZ) stattfinden.
Auch im Kulturbereich wurde einerseits vereinbart, sich stärker mit Veranstaltungen in die regionale Literaturszene einzubringen und dafür auf eine Fortführung des gemeinsamen Literaturpreises zu verzichten. Andererseits hat der Landkreis seine Mitwirkung an der Kinder- und Jugendtheaterwoche in Marburg intensiviert.
Weitere Themen wurden kurz angerissen. So werden die Dezernenten McGovern und Kahle ein Gespräch zum Öffentlichen Personennahverkehr führen, um sich auch in diesem Bereich noch besser abzustimmen.
Der hauptamtliche Kreisausschuss und der hauptamtliche Magistrat zeigten sich erfreut über die erzielten Fortschritte in der Zusammenarbeit. Sie planen weitere Termine für Spitzengespräche in diesem Jahr.
 
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