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Text von Dienstag, 24. Januar 2006

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 Beim Bordell: CDU weiterhin gegen Genehmigung 
 Marburg * (atn/pm)
Das geplante Großbordell wollen die Christdemokraten im Stadtparlament weiter verhindern. Das teilte der CDU-Kreisgeschäftsführer Oliver Pohland am Dienstag (24. Januar) mit.
Der CDU-Parteivorstand und die CDU-Stadtverordnetenfraktion fordern vom Magistrat der Stadt Marburg einen Untersuchungsausschuss. Den SPDOberbürgermeister Egon Vaupel fordert die CDU erneut auf, das Bordell zu verhindern.
"Fast niemand in Marburg will das Bordell", unterstrich der Marburger CDU-Vorsitzende Christian Heubel. Mit Recht fürchteten die Marburgerinnen und Marburger insbesondere um den Jugendschutz, weil sich in unmittelbarer Nähe des geplanten Betriebs eine große Discothek befinde. Schon deshalb habe die CDU die Sache mehrfach über ihre Anträge im Stadtparlament öffentlich zur Sprache gebracht.
Vor allem aber müsse sich die Stadt mit allen verfügbaren "Hebeln" gegen das Bordell stellen, weil Sex-Industrie in einer Stadt wie Marburg keinen Platz haben dürfe. "Eine Stadt wie Marburg, die sich stets dem Kampf für Menschenwürde und Menschenrechte verschrieben hat, dürfe nicht kampflos einen weiteren Standort des frauenverachtenden Gewerbes hinnehmen", hob der CDU-Chef hervor.
Die Christdemokraten erwarten vom hauptamtlichen Magistrat die Bekanntgabe aller vorhandenen Informationen zum Sachverhalt. Das Gutachten der Bürgerinitiative gegen ein Großbordell in Marburg Wehrda habe gezeigt, dass die juristische Situation keineswegs so eindeutig sei wie immer behauptet. Alle aufgeworfenen juristischen Argumente müssten nochmals überprüft werden, um alle Wege auszuschöpfen, das Bordell zu verhindern.
Heubel kündigte an, dass die CDU-Fraktion weitere Schritte prüfen werde, um den Bordell-Betrieb zu stoppen. "Die Bürgerinitiative zeigt mit ihrem lobenswerten Einsatz, wie wichtig den Marburgerinnen und Marburgern dieses Anliegen ist", lobte Heubel. Auf solch engagierte Bürger könne die Stadt stolz sein. "Politik und Bürgerinitiative müssen weiterhin gemeinsam an einem Strang ziehen und den Bordellbetreibern signalisieren, dass ihr Projekt in Marburg unerwünscht ist", schloss der CDU-Politiker.
 
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