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Text von Freitag, 28. July 2006

> k u l t u r<
  
 Gestärktes ZAC: Varieté und Symposium 
 Marburg * (fjh)
"Der größte Varieté-Fan bin wahrscheinlich ich selbst", gestand Horst Lohr. Der Marburger Zauberer mit dem Künstlernamen "Juno" stellte bei einer Pressekonferenz am Freitag (28. Juli) im Café "Rotkehlchen" das Programm für das diesjährige ZAC-Sommer-Varieté vor.
Den "7. Marburger Varieté"-Sommer veranstaltet das Kulturzentrum Waggonhalle von Mittwoch (16. August) bis Sonntag (10. September). Erstmals umfasst das Angebot an Zauberei, Artistik und Comedy zwei verschiedene Varieté-Programme.
Nach ihren sehr erfolgreichen Auftritten kehren die "Funtasten" Kenny Layton, Gunnar Erik, Oliver Groszer und die "Flight Girls" ebenso wieder nach Marburg zurück wie Rosemie Warth und Rodolfo Reyes. Von Mittwoch (16. August) bis Sonntag (28. August) präsentieren zunächst die "Funtasten" ihr Programm mit Slapstick, Comedy und atemberaubender Artistik. Von Dienstag (29. August) bis Sonntag (3. September) zeigen dann die anderen Künstler ihr Können beim "Sommernachts-Varieté. Mit dabei sind neben dem Zauberkünstler Juno auch seine Frau Daggy Lohr sowie sein Bruder Uli Lohr aus Berlin.
Die Abschluss-Veranstaltung am Sonntag (10. September) gestaltet der Comedian Kay Ray. Sein derber Humor gehe mitunter auch unter die Gürtellinie, warnte Natalie Reutlinger vom Waggonhallen-Team. Doch seine zahlreichen Preise zeigen, dass er auch viele begeisterte Fans hat.
Ein Kinderprogramm mit der Clownin Gina Ginella und ein Sommerfest mit zahlreichen Stars der vorangegangenen Programme runden den diesjährigen Varieté-Sommer ab.
Neu in diesem Jahr ist ein Varieté-Symposium am Montag (28. August) und Dienstag (29. August). Es findet in Zusammenarbeit mit der Kunsthistorischen Gesellschaft für Circus und Varieté-Kunst statt. Referieren werden dabei der Berliner Sachbuch-Autor Dr. Wolfgang Jansen in seiner Funktion als Präsident des Verbands Deutscher Varieté-Theater (VDVT) und Dder Humor-Experte r. Andreas Michel aus Koblenz.
Klaus Herrmann aus Gießen hält zudem einen Vortrag zu seiner Ausstellung "Geschichte der Zauberkunst". Die Plakat-Präsentation wird während der gesamten Dauer des Varieté-Sommers in der Waggonhalle zu bewundern sein.
Ein Podiumsgespräch zum Thema "Varieté im Wandel?" soll die Vor- und Nachteile des klassischen Nummern-Varietés gegenüber moderneren Formen mit einer Spiel-Handlung als "roter Faden" erörtern.
ausleuchten.
er Dokumentarfilm "Tanz des Sisyphos" über Ernesto Montego von und mit dem Frankfurter Filmemacher Bert Schmidt ist am Montag (28. August) ein weiteres Highlight des Kongress-Programms.
Durch das "Circus-, Varieté- und Artistenarchiv" an der Ketzerbach wird am Dienstag (29. August) prof. Karl Braun vom Fachbereich Europäiche Ethnologie/Kulturwissenschaften der Philipps-Universität führen. Das Archiv umfasst Einträge mit Text-, Bild- und Manuskript-Material von mehr als 10.000 Künstlerinnen und Künstlern. Es enthält eine umfangreiche Sammlung an Zeitschriften, Büchern, Katalogen, diversen Ton- und Bildträgern sowie Programmheften aus der Varieté- und Zirkuswelt. Für Interessierte ist es sicherlich eine wahre Fundgrube, meinte Lohr. Besonders fasziniert haben ihn alte Ankündigungs-Plakate.
Auch das diesjährige Programm des Varieté-Sommers dürfte für fast jeden Geschmack etwas bereithalten. Die Begeisterung des Marburger Publikums hatbereits im Winter und Frühjahr dazu geführt, dass die damaligen Auftritte wegen des großen Andrangs verlängert werden mussten. Deswegen bietet die Waggonhalle nun erstmals auch ein "Kombi-ticket" für die beiden Programme und die Möglichkeit einer Vorbestellung im "Rotkehlchen" und bei der "Marburg-Tourismus-Marketing GmbH" (MTM) an. Die Karten könnten also schon bald knapp werden!
 
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