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Text von Montag, 13. Dezember 2004

> b i l d u n g<
  
 Kaufverhalten: Schüler übergaben Studie an den OB 
 Marburg * (sts)
"40.000 Euro gespart und dazu noch eine praxistaugliche Studie erhalten", lobte Oberbürgermeister Dietrich Möller die Schülerinnen und Schüler der Klasse 10IT01 an den Kaufmännischen Schulen. Im Rahmen des Unterrichts zur "Markt- und Kundenorientierung" hatten die Schüler eine Datenerhebung zum Kaufverhalten in Marburg erstellt. Am Montag (13. Dezember) übergab Klassensprecher Michael Dübbert im Rathaus die Studie an den Oberbürgermeister. Die aus der Datenerhebung entwickelten Verbesserungsvorschläge sollen vor allem im Rahmen des "MarBID-Projekts" diskutiert werden.
Am Montag (8. November) hatten die Schüler zwischen 9 Uhr und 13 Uhr insgesamt 200 Passanten in den Bereichen Einkaufspark Wehrda, Oberstadt, Bahnhofsstraße, Gutenbergstraße und Cappel zu ihrem Kaufverhalten befragt. Dabei ergaben sich einige interessante Resultate.
Im Bereich der Universitäts- und Gutenbergstraße sowie in Wehrda war eine deutliche Mehrheit zum Einkaufen unterwegs. In der Bahnhofsstraße hingegen spielte das Einkaufen nur eine untergeordnete Rolle.
Bei der Bewertung der Einkaufsmöglichkeiten wurde vor allem die Parkplatz-Situation moniert. Auch Preise und Service schnitten nur durchschnittlich ab. Am besten wurden die langen Öffnungszeiten bewertet.
Als Fazit war erkennbar, dass Marburg zwar als Einkaufsstadt intensiv genutzt wird, es aber auch noch Verbesserungsbedarf gibt. In ihrem Maßnahmenkatalog im Anhang der Studie forderten die Schüler zum Beispiel ein weiterentwickeltes Parkleitsystem an allen wichtigen Zufahrtsstraßen und Ausfahrten der B3. Mit Informationstafeln könnte an den P&R-Plätzen und im Bahnhofsbereich auf Einkaufsmöglichkeiten in der Stadt hingewiesen werden. Durch eine Kooperation zwischen der Stadt Marburg und den Geschäftsleuten in der Oberstadt könnten möglicherweise die Gebühren im Parkhaus Pilgrimstein attraktiver gestaltet werden.
"Für eine solche Studie hätte ich bei einem Institut 40.000 Euro bezahlen müssen und am Ende doch vielleicht nur ein Archivprojekt in Händen gehalten", freute sich Möller über Kostenersparnis und Qualität der Datenerhebung. Die Informationen würden direkt an die am "MarBID-Projekt" Beteiligten weitergegeben, versprach Möller den 23 anwesenden Schülerinnen und Schülern.
 
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