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Text von Mittwoch, 28. April 2004

 
Lästiger Lärm: Kein Kraut gegen laute Beats im Bus?
  Marburg * (FJH)
Das Hämmern der Beats dröhnt durch den gesamten Fahrgastraum. Ein Fahrgast hat seinen Walkman so laut aufgedreht, dass alle anderen unfreiwillig mithören. Der vollbesetzte Bus der Abendlinie A1 steuert derweil über den Rudolfsplatz. Um 22.25 Uhr soll er vom Hauptbahnhof nach Marbach weiterfahren.
Irgendjemand ist gerade eifrig dabei, sein Gehör nachhaltig zu zerstören. dabei ist ausgerechnet dieser Mittwoch (28. April) der Internationale Lärmschutztag!
Doch das nutzt den Busfahrgästen wenig. Er könne gegen diese akustische Umweltverschmutzung nichts tun, erklärt der Busfahrer. "Leider", fügt er bedauernd hinzu.
Den Verursacher der Belästigung stört das alles nicht. Er merkt gar nichts davon, so laut ist das Getöse auf seinen Ohren!
Die Mitfahrenden hingegen hören davon nur die Rhythmusgruppe hämmern. Die mechanischen Beats machen sie aggressiv. Doch rücksichtslos raubt der eine "Musik-Fan" allen anderen im Bus die wohlverdiente Abendruhe.
Rücksicht ist halt nur ein Fremdwort. Standen früher die Fahrgäste im bus noch auf, wenn alte Leute oder Behinderte einstiegen, so macht heute kaum jemand mehr seinen Platz frei für sie. Jeder denkt nur an sich, hastet vor sich hin und lärmt dabei, wie es ihm gefällt.
Deswegen ist der "Noise Awareness Day" zum Schutz vor Lärm nötiger denn je. Noch dringlicher wäre aber die Möglichkeit, etwas Wirksames gegen den lästigen Lärm im Alltag tun zu können. Vielleicht hätte der Busfahrer ja einfach nur sagen müssen, er fahre nicht weiter, bevor Ruhe herrscht!
 
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