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Text von Freitag, 18. Juni 2004

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 Namensvielfalt: Ausschuss für Tausendfüßlerschule 
 Marburg * (sts)
"Wir wollen unsere Schülerinnen und Schüler zu starken Persönlichkeiten im Gefüge des Ganzen ausbilden", betonte Schuldirektorin Helga Weßnat-Koch ihren pädagogischen Grundsatz. Bei einer Sitzung des Schul- und Kulturausschusses der Stadt Marburg am Donnerstag (17. Juni) im Sitzungssaal "Hohe Kante" ging es vornehmlich um die Namensgebung der Grundschule Schröck. Der Ausschuss sprach sich bei Enthaltung der CDU-Fraktion für die Umbenennung in "Tausendfüßlerschule" aus.
Zuvor hatte Bürgermeister Egon Vaupel (SPD) einen Überblick über die langjährige Diskussion und den derzeitigen Stand der Dinge gegeben. Die Schulkommission hatte dem neuen Namen im Februar zugestimmt, das Kinder- und Jugendparlament ebenfalls. Der Ortsbeirat Schröck lehnt den Vorschlag ab. Der Ortsbeirat Ginseldorf enthielt sich seiner Stimme. Der Ortsbeirat Bauerbach vertagte die Abstimmung auf seine nächste Sitzung.
Der Name "Tausendfüßlerschule" soll Naturverbundenheit und die Verschiedenheit in Einigkeit ausdrücken, erläuterte Weßnat-Koch. Man habe sich nach langen Diskussionen gegen die Benennung nach einer berühmten Persönlichkeit entschieden, da dies die Identifikation der Schüler mit ihrer Schule erschwere.
Die Stadtverordneten begrüßten die Erweiterung der Namensvielfalt. Lediglich die CDU-Fraktion enthielt sich, da sie nicht in den Verantwortungsbereich der Ortsbeiräte eingreifen wollte.
Im Anschluss an diese Diskussion kam der Umzug des Café Trauma zur Sprache. Wie tags zuvor im Bauausschuss wurde der gemeinsame Antrag von CDU, FDP und BfM zur Aufhebung des Mehrkostenbeschlusses abgelehnt.
Die Antragsteller machten noch einmal deutlich, dass es nicht in ihrer Absicht stehe, das Projekt zu kippen. Es gebe auch keine Alternative zu dieser - trotz Mehrkosten ohnehin schon billigsten - Lösung, betonte auch Vaupel.
 
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