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Text von Samstag, 12. Juni 2004

> s o n s t i g e s<
  
 Schnorrer: Betrüger will nur kleine Beträge 
 Marburg * (fjh/pm)
Der 67-jährige Rentner aus Wetzlar, gegen den die Marburger Polizei seit Anfang Juni ermittelt, treibt weiterhin sein Unwesen. Mittlerweile haben sich weitere Opfer gemeldet, die ihm auf den Leim gegangen sind. Diese Zeugen haben den Wetzlarer am Mittwoch (16. Juni) und Donnerstag (17. Juni) im Marburger Stadtgebiet wiedererkannt.
Der Senior ergaunerte sich in der Regel Bargeldbeträge zwischen 30 und 50 Euro. Dabei baut er meist darauf, dass die Betrogenen wegen des "geringen" Betrages auf eine Anzeige verzichten. Vielfach spricht er in unmittelbarer Nähe von Geldinstituten gezielt Menschen an. Dabei verweist er auf seine Krankheit und seine Mittellosigkeit und erbettelt über diese Mitleids-Tour die Gelder. Oftmals erweckt er eine über die tatsächliche Krankheit hinausreichende Glaubwürdigkeit durch das Anbieten von "Sicherheiten" wie Schuldscheine mit ausländischen Adressen.
Die bisherigen Ermittlungen haben ergeben, dass der in Wetzlar gemeldete Rentner sich mit kleineren Betrügereien wie auch durch sogenannte "Einmietebürgereien" in Herbergen über Wasser hält. Er fällt insbesondere durch seine krankheitsbedingten Sprachschwierigkeiten nach einer Operation im Halsbereich auf.
Anscheinend befindet sich der Senior immer noch in Marburg. Opfer haben ihn am 16. und am 17. Juni in der Innenstadt erkannt. Die Polizei warnt daher nochmals vor den Machenschaften des Mannes.
 
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