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Text von Dienstag, 26. März 2002


Gestiftet: Mehr Raum für Kunst

Marburg * (FJH)
Einen wahren Kunst-Boom erlebt Marburg seit Eröffnung der Kunsthalle am Gerhard-Jahn-Platz. Seither haben gleich drei private Galerien aufgemacht. Jetzt möchte auch das Marburger Universitätsmuseum seine Ausstellunggsräume im Ernst-von-Hülsen-Haus erweitern.
2 Millionen Euro soll der Anbau an das 75 Jahre alte Gebäude kosten. Bis Ende 2004 soll er fertiggestellt sein. Mit dem Architekten-Wettbewerb möchte das Staatsbauamt Marburg jetzt beginnen.
Grund für den Anbau ist die Stiftung einer Marburger Kunstsammlerin, die dem Museum ihre Gemäldesammlung vermacht hat. Zusätzlich stiftete sie dem Universitätsmuseum noch eine Million DM für die notwendige Erweiterung des MuseumsgebäUdes.
Eine zusätzliche Nutzfläche von 400 Quadratmetern soll der Erweiterungsbau bringen. Weitere 260 Quadratmeter könnten nach Einschätzung des Museumsdirektors Dr. Jürgen Wittstock durch Verlagerung anderer Nutzungen aus dem Ernst-von-Hülsen-Haus in andere Örtlichkeiten gewonnen werden.
Das quadratische Gebäude an der Biegenstraße entstand 1927 als Jubiläums-Ausstellungshalle der Philipps-Universität. Es steht heute unter Denkmalschutz.
Neben wechselnden Ausstellungen verfügt das Universitätsmuseum auch über eine eigene Kunstsammlung, die vornehmlich Werke der 50er bis 80er Jahre enthält. Darunter finden sich auch so prominente Namen wie Paul Klee, Wassili Kandinski und Pablo Picasso.
Die neu gestifteten Gemälde sollen "in Memoriam Bertram Schäfer" an den Vater der Spenderin erinnern. Der einstige Marburger Tapetenfabrikant hatte die Kunstsammlung begonnen, die seine Tochter nun dem Museum vermacht hat. Sie selber möchte namentlich ungenannt bleiben.


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