Titel:
Betr.: Inkompetenter Intendant vom 26.09.09
Sehr geehrter Herr Hanke,
dass Herr Faltz rechtmäßig handelt, stellen Sie nicht in Frage.
Ihnen geht es um die Moral und soziales Verhalten des neuen Intendanten.
Wie Sie bedauerlicherweise verabsäumt haben zu erwähnen, hätte Herr Faltz, im Zuge seines Neubeginns, das gesamte Ensemble, bis auf die vier arbeitsrechtlich Geschützten, austauschen können.
Dies hat er jedoch nicht getan.
Der Schauspielervertrag wird grundsätzlich auf eine, selten auf mehrere Spielzeiten geschlossen, um dem Schauspieler und dem Theater gleichfalls die Möglichkeit zu bieten, sich künstlerisch weiterzuentwickeln.
Sind beide im künstlerischen Konsens, wird der Vertrag jährlich verlängert.
Ist dies nicht der Fall, trennt man sich üblicherweise vertragsgemäß.
Dieser Umstand macht eine zu starke Bindung an die Stadt zu einem persönlichen Risiko.
Dies ist im Falle des von Ihnen beispielhaft erwähnten Schauspielerpaares sehr wohl bedauerlich.
Beschämend finde ich jedoch, daraus die Schlußfolgerung, Herr Faltz besäße kein Fingerspitzengefühl und ihm seien die sozialen Nöte der Menschen nicht wichtig, zu ziehen.
Das Vorhaben des Herrn Faltz, dem Marburger Theaterpublikum ein qualitativ hochwertiges Theater zu bieten, ungeprüft als „eitle Selbstinszenierung“ zu verunglimpfen, erstaunt mich und läßt mich eher an Ihrer Kompetenz, nämlich der journalistischen, zweifeln.
Als Straßenkehrer sehe ich Herrn Faltz auch, welche Scherben zusammenfegend, liegt im Auge des Betrachters.
Ich, die sowohl sozial eingestellt, als auch dem Theaterpublikum zugehörig ist, freue mich jedenfalls auf einen Neuanfang und spannendes, interessantes Theater unter dem neuen Intendanten, dem ich viel Glück, oder besser toi, toi, toi wünsche.
Titel:
Arbeitsplatzabbau bei Novartis Vaccines // Offshoring nach Indien
Im Moment herrscht unter den MitarbeiterInnen der Novartis Behring GmbH, in Marburg, Wut und Verzweiflung über die geplanten Betriebsverlegungen von Kernbereichen der Firma nach Indien. Betroffen sind vorerst 12 Mitarbeiter aus der Arzneimittelsicherheit und 13 MA aus der Arzneimittelzulassung. Als Begründung der Firma wurde angeführt, dass Deutschland zu den Hochpreisländern gehört. Diese 25 MA sind nur der Anfang: Gerüchten zufolge sollen auch andere Bereiche nach Indien verlegt werden.
Die Firma ist nicht bereit, für die Betroffenen einen freiwilligen Sozialplan aufzulegen.
Meine Frage lautet nun:
Bekommt etwa die Firma Novartis Behring GmbH Zuschüsse oder eine Wirtschaftsförderung des Landes oder des Bundes für das Mars-Projekt (145 Mio Euro) während gleichzeitig in größerem Stil an anderer Stelle Arbeitsplätze nach Indien verlagert werden?