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Text von Montag, 3. Dezember 2007

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 Teure UB: linke gegen Neubau-Pläne 
 Marburg * (fjh/pm)
Ein "Marburger "Centre Pompidou" haben Pit Metz und Prof. Dr. Georg Fülberth am Montag (3. November) in einem Antrag an die Stadtverordneten-Versammlung gefordert. Dieses kulturelle Begegnungszentrum soll nach den Vorstellungen der Linken im Stadtparlament zusammen mit einer Auswahlbibliothek an der Stelle der früheren Frauenklinik am Pilgrimstein errichtet werden.
Die Universitätsbibliothek (UB) hingegen wollen sie nicht umsiedeln. Deswegen haben Fülberth und Metz den Magistrat der Stadt Marburg aufgefordert, in den Verhandlungen mit Land und Universität zu bewirken, daß die Universitätsbibliothek an ihrem bisherigen Standort verbleibt.
In einem Workshop am Freitag (16. November) und Samstag (17. November) wurde die Planung für einen Neubau im Bereich des "Campus Firmanei" als vollendete Tatsache dargestellt. Hier fragen die beiden Stadtverordneten, ob schon Vorentscheidungen getroffen wurden.
Ein Neubau im Campus Firmanei würde absehbar den Alten Botanischen Garten gefährden. Sicherungsmaßnahmen wären teuer und wohl nur zeitweilig wirksam.
Die bisherigen Standorte der Universitätsbibliothek und der Institutsbibliotheken haben sich nach Ansicht von Fülberth und Metz bewährt. Zumindest aber könnten die magazinierten Bücher, die für die Ausleihe vorgesehen sind, also nicht vor Ort gelesen werden, weiterhin im alten Bibliotheks-Kubus verbleiben. Die Präsenzbestände sollten - wie bisher auch - in den neuen Institutsbibliotheken aufgestellt werden. Ihr Umfang rechtfertige keinen Neubau.
Die absehbare Entwicklung der Literatur-Verwaltung in den nächsten Jahrzehnten - ein weiteres Anwachsen der Bestände einerseits, andererseits zunehmender Einsatz von EDV - macht ihrer Ansicht nach einen zusätzlichen Bibliothekskomplex außerhalb der Institute ohnehin sinnvoll.
Hieraus ergebe sich eine Teilung der Bibliotheken in Präsenzbestände auf dem "Campus Firmanei" und Magazinbestände in der Wilhelm-Röpke-Straße.
Zur Umsetzung dieses Konzepts sei das bisherige Gebäude der Universitätsbibliothek den höchsten Anforderungen des Brandschutzes entsprechend auszustatten. Es sei zu klären, ob hierzu ein Abriß und Neubau nötig ist.
 
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