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Text von Sonntag, 28. Oktober 2007

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 Ute Schneidewindt: Presse in Marburg und Poitiers 
 Marburg * (ute)
"Kurz, knapp und bündig", spricht mir die Stimme auf dem Anrufbeantworter auf Französisch ins Ohr. So soll meine Nachricht für Gil Beucher sein. Er ist deutschsprachiger Redakteur bei "Centre Presse". Das ist eine der zwei unabhängigen Tageszeitungen in Poitiers mit einer Auflage von 26.000 Exemplaren.
bereits vor Monaten habe ich mich während einer Pressekonferenz im Marburger Rathaus beim Bürgermeister Jacques Santrot nach einem Praktikum in Marburgs französischer Partnerstadt erkundigt. Ob ich einen Artikel auf Französisch schreiben könne, fragt Beucher mich dann, als wir uns nach mehreren Anläufen endlich am Telefon begegnen.
Ich muss drei Tage überlegen, dann ertönt bei meinem erneuten Anruf wieder die Stimme auf dem Anrufbeantworter. Ich antworte:" Kurz, knapp und bündig: Ja, ich kann´s!"
In der Woche, in der ich mich in Poitiers vorstelle, begegnet es mir wieder. "Einfach und präzise" soll mein Berichtsstil sein. Einfach kriege ich hin! Dank meiner begrenzten Sprachkenntnisse wird mein Satzbau in keinem Fall kompliziert. Schon das richtige Relativpronomen zu treffen, ist aber eine Herausforderung.
Präzise ist mir unklar. Dann fällt mir ein, dass Französisch Diplomatensprache war. Mit ihr kann man alles und nichts sagen. Reich an Vokabular und von grammatikalischer Raffinesse ist sie zudem die Dichtersprache. Vielleicht irre ich mich, aber die deutsche Sprache erscheint mir schon durch die deutsche Denkweise logischer und präziser. Auch dafür werde ich also ausgerüstet sein.
Von meiner Vorstellungswoche in Poitiers zurück, trägt mich die Neugierde zur Marburger Neuen Zeitung (MNZ). Ich möchte die Zeitungslandschaft von Marburg meinem französischen Arbeitgeber vorstellen. Dazu gehört auch die Oberhessische Presse (OP), der Express, aber natürlich auch die Online-Zeitung marburgnews, Keimzelle meines journalistischen Schaffens.
Die Redaktionsleiterin der MNZ erklärt mir freundlich das Konzept. Sie läßt auch nicht unerwähnt, dass sie an einer Korrespondenz mit "Centre Presse" und einem Erfahrungsbericht von mir interessiert ist. Also wird das ein ausbaufähiges Projekt: Vivre en Françe!
 
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