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Text von Freitag, 12. Oktober 2007

> b i l d u n g<
  
 KJC-Kunden: Nur 12 Jugendliche unversorgt 
 Marburg * (fjh/pm)
Lediglich zwölf Jugendliche sind derzeit unversorgt. Das meldete das KreisJobCenter (KJC) am Freitag (12. Oktober).
Das Geschehen auf dem Ausbildungsmarkt wird traditionell zum Stichtag 30. September eines jeden Jahres abgebildet. Dann wird die Anzahl der Bewerberinnen und Bewerber für das begonnene Ausbildungsjahr und die Zahl der gemeldeten Stellen gegenübergestellt und der Verbleib der Bewerberinnen und Bewerber beschrieben.
Insgesamt waren im Landkreis Marburg-Biedenkopf 631 Bewerberinnen und Bewerber um Ausbildungsstellen beim KJC gemeldet. Im Regionalcenter Marburg waren es 327 Bewerber. Dem standen 309 gemeldete Ausbildungsstellen in Marburg gegenüber.
Von den ursprünglich 631 Bewerbern um Ausbildungsstellen konnten bis zum Sonntag (30. September) schon 283 eine Ausbildung aufnehmen, die zu einem anerkannten Berufsabschluss führt.
"Neben der lobenswerten Ausbildungsbereitschaft der heimischen Betriebe ist auch die gute Kooperation des KreisJobCenters mit der Wirtschaft entscheidend für den Integrationserfolg", kommentierte der Erste Kreisbeigeordnete Dr. Karsten McGovern diese Zahl.
Das KJC unterstützt die ausbildungssuchenden Jugendlichen jedoch nicht nur durch aktive Stellensuche, Bewerbungstrainings und Qualifizierungen, sondern fördert auch sogenannte außerbetriebliche Ausbildungsverhältnisse bei Trägern. Insgesamt können so 38 Jugendliche mit einem Ausbildungsplatz versorgt werden. Ein Teil der Jugendlichen beginnt diese außerbetrieblichen Ausbildungen in Kürze.
Besonders erfreulich ist für die KJC-Leiterin Andrea Martin die Tatsache, dass zum 30. September 2007 nur zwölf Bewerberinnen und Bewerber "unversorgt" sind. Ach davon leben in Marburg, einer in Stadtallendorf und drei in Biedenkopf.
Ihnen konnte bisher noch kein geeignetes Maßnahme-Angebot unterbreitet werden. Aber auch mit diesen Jugendlichen werde das Fallmanagement in den nächsten Wochen noch intensiv arbeiten und ein Angebot zur beruflichen Qualifizierung unterbreiten, versprach das KJC.
"Insgesamt ist es sehr positiv, dass wir es trotz einer restriktiven Haushaltspolitik des Bundes und der damit verbundenen Mittelkürzung für das KreisJobCenter geschafft haben, den allermeisten Bewerberinnen und Bewerbern eine berufliche Perspektive aufzuzeigen", sagteMcGovern. "Die Entscheidung, die Jugendlichen bei dem Einsatz knapper Haushaltsmittel bevorzugt zu berücksichtigen, war richtig. Die hohe Anzahl der Abgänge in den Ausbildungsmarkt bestätigt dies. Und eine abgeschlossene Berufsausbildung ist nach wie vor der beste Schutz gegen spätere Arbeitslosigkeit."
Allen Jugendlichen - auch den 17, die ein Angebot ausgeschlagen haben und daher unter Umständen auch eine Kürzung ihrer Leistungen hinnehmen müssen - wird weiterhin eine Ausbildung oder Qualifizierung angeboten. So eine Qualifizierung kann zum Beispiel das Nachholen des Hauptschulabschlusses oder eine berufsvorbereitende Maßnahme sein. Wichtige Elemente dieser Kurse sind neben der Verbesserung grundlegender Fähigkeiten in Deutsch oder Mathematik auch betriebliche Praktika.
Sie ermöglichen einen ersten Einblick in die Arbeitswelt und konfrontieren die Jugendlichen mit den Anforderungen, die dort gestellt werden.
Auf einen erwünschten Nebeneffekt wies das KJC dabei auch in: Vielen Jugendlichen gelingt es, die Ausbilder in den Betrieben durch ihr Engagement davon zu überzeugen, dass sie die "Richtigen" für den Ausbildungsplatz sind. Besonders lohnenswert sind derzeit Praktika in den Betrieben, die noch offene Ausbildungsstellen anbieten.
Die Zahl der dem KreisJobCenter hier noch gemeldeten Stellen liegt bei insgesamt 65. 41 davon befinden sich in Marburg, 13 in Stadtallendorf und 11 in Biedenkopf.
 
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