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Text von Montag, 30. April 2007

> b i l d u n g<
  
 Kampagne: Gegen sexuelle Belästigung 
 Marburg * (ijk/pm)
Eine Kampagne "Gegen Sexuelle Belästigung an der Universität" startet am Donnerstag (3. Mai). Sie wurde von zahlreichen Gruppen und Institutionen umgesetzt. Dazu zählen das Referat für Geschlechterpolitik des Allgemeinen Studierenden-Ausschussesa> (AstA) und der Freie Zusammenschluss der Studierendenschaften (FZS).
Die Kampagne gegen sexuelle Belästigung an der Uni will das Tabu der Thematisierung von sexueller Belästigung durchbrechen. Mit einer Auftaktveranstaltung am Donnerstag (3. Mai) um 20 Uhr im Hörsaalgebäude wollen die Veranstalterinnen für das Thema "sexuelle Belästigung an der Universität und deren gesellschaftliche und universitäre Rahmenbedingungen" sensibilisieren.
Am Samstag (5. Mai) wird ein Wendo-Kurs für Frauen angeboten. Am Montag (7. Mai) findet im Café Trauma ein Konzert mit Bernadette La Hengst statt. Mit einer Kundgebung und Demonstration am Mittwoch (16. Mai) gegen den sexistischen Normalzustand endet die Kampagne.
Ihr Ziel ist es, eine öffentliche Debatte über sexuelle Belästigung anzustoßen und die Hochschul-Leitung dazu zu bewegen, eine Richtlinie gegen sexuelle Belästigung zu verabschieden.
Sexuelle Belästigung ist ein massiver Eingriff in die Würde und das Persönlichkeitsrecht. Das gilt es, öffentlich zu thematisieren. Zudem will die Kampagne eine hochschulweite Diskussion darüber anstoßen, dass es notwendig für eine Universität ist, ihren Studierenden eine angstfreie Lern-Atmosphäre zu ermöglichen.
Die
Philipps-Universität sollte sich nach Ansicht der Urheberinnen der Kampagne selbst verpflichten, vorzugehen gegen Personen, die verbal oder körperlich sexuell übergriffig sind. Neben der Forderung nach einer Richtlinie gegen sexuelle Belästigung möchte die Kampagne Betroffene und Beobachterinnen sexueller Belästigung dazu ermutigen, sich sofort dagegen zur Wehr zu setzen.
Untersuchungen haben ergeben, dass eine offensive Gegenwehr in Form von verbaler oder körperlicher Grenz-Setzung, Veröffentlichung oder rechtlicher Schritte den Täter stoppen können, im Gegensatz zu defensiven Strategien wie Ignorieren oder das Seminar zu wechseln.
Zudem sei es wichtig, ein Zeichen zu setzen, dass ein solches Verhalten generell nicht geduldet wird. Das schütze auch weitere Personen vor Übergriffen.
Generell ist es immer möglich, sich an die Frauenbeauftragte der Uni oder des Fachbereichs und an das Geschlechterpolitik-Referat des AStA Marburg zu wenden, um dort Unterstützung gegen sexuelle Belästigung zu bekommen.
 
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