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Text von Donnerstag, 19. April 2007

> b i l d u n g<
  
 Mit einer Stimme: Sprachförderung nun auf Hessisch 
 Marburg * (sts)
Auch für die Gebiete Stadtwald, Waldtal und Wehrda können nun Projekte im Rahmen des Programms "Bildungspartnerschaften" umgesetzt werden. Das hat Bürgermeister Dr. Franz Kahle (Grüne) während der Sitzung des Sozialausschusses am Mittwoch (18. April) bekanntgegeben.
Die bisher nur am Richtsberg durchgeführte Initiative soll die Erziehungskompetenz ausländischer Eltern stärken und die Kooperation mit den öffentlichen Institutionen fördern. Das Programm wird vom Land Hessen in den nächsten drei Jahren mit rund 320.000 Euro unterstützt. Die Stadt Marburg trägt zusätzlich 154.000 Euro bei.
Um die Bewilligung nicht zu gefährden, hat die Stadt ihr umstrittenes Konzept zur Förderung der Muttersprache zurückgezogen. Der CDU-Landtagsabgeordnete Frank Gotthardt hatte diesen Ansatz scharf kritisiert und deutlich gemacht, dass er nicht mit den integrationspolitischen Vorstellungen der Landesregierung in Einklang stehe. Deutsch-Förderung sei wichtiger als die Muttersprache, heißt es auf seiner Homepage www.gotthardt2005.de. In dieser Form sei das Projekt nicht förderfähig, heißt es dort weiter.
Kahle kritisierte Gotthardts Vorgehen: "Das positive Verhältnis zur Muttersprache erleichtert das Erlernen der deutschen
Sprache. Das ist pädagogisch erwiesen." Es sei bedauerlich, wenn ein Landtagsabgeordneter Förderungsanträge aus seiner Region bei der Landesregierung in
Misskredit bringe. Um das Gesamtkonzept nicht zu gefährden, habe man letztlich auf diesen mit 10.000 Euro angesetzten Punkt zur Förderung der Muttersprache
verzichtet.
 
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