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Text von Dienstag, 27. Februar 2007

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 Kritik an Kenntnissen: PR-Offensive zu Allergien 
 Marburg * (fjh/pm)
Im Rahmen ihrer Initiative "Öffentlichkeitsarbeit in Sonderforschungsbereichen" fördert die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) die Öffentlichkeitsarbeit von drei allergologischen Sonderforschungsbereichen und einem Graduiertenkolleg. Zunächst rund 100.000 Euro fließen nun an Dr. Dr. Petra Ina Pfefferle Sowie an Prof. Dr. Harald Renz. Er ist Sprecher des in Marburg angesiedelten Sonderforschungsbereichs / Transregio (TR) "Allergische Immunantworten der Lunge" und Direktor der Abteilung Klinische Chemie und Molekulare Diagnostik am Universitätsklinikum Gießen und Marburg.
Die Mittel sollen für die Errichtung einer Koordinierungsstelle in Marburg eingesetzt werden, um aktuelle Forschungsergebnisse aus den vier beteiligten Einrichtungen sowie kooperierenden Laboren und Kliniken einer breiten Öffentlichkeit verständlich vorzustellen. Zwischen den an den Forschungsverbünden beteiligten Wissenschaftlern soll zudem ein Kooperations- und Kommunikationsnetzwerk etabliert werden, um durch verbesserte interne Kommunikation die Basis für umfangreichere und gezieltere externe Kommunikation zu legen.
In ihrer Gesamtheit vereinen die vier Einrichtungen den Großteil der wissenschaftlichen Kompetenz zu allergologischen Erkrankungen in Deutschland. Erstmalig seit Beginn der DFG-Initiative gilt die Förderung kooperierenden Sonderforschungsbereichen. Bisherige Fördermittel gingen stets an einzelne SFBs.
Die Koordinierungsstelle wird über Forschungsaktivitäten an sechs Standorten berichten, wo rund 150 Wissenschaftler an etwa 50 Forschungsprojekten arbeiten. So umspannt etwa der Marburger TR "Allergische Immunantworten der Lunge" ein Netzwerk von Wissenschaftlern und Ärzten in Marburg, München, Borstel und Kiel.
Insgesamt erhalten die beteiligten Einrichtungen DFG-Fördermittel in Höhe von rund sieben Millionen Euro jährlich. Als Kooperationspartner hat das Projekt das Deutsche Grüne Kreuz gewonnen, das ebenfalls in Marburg residiert.
""Mit Hilfe der Koordinierungsstelle werden wir die nationalen Forschungsaktivitäten im Bereich von Allergie und Asthma noch besser vernetzen und gleichzeitig eine stärkere Transparenz unserer Arbeit für die interessierte und ja mittlerweile auch überwiegend selbst betroffene Bevölkerung herstellen", beschreiben Renz und Pfefferle ihr Ziel.
Die ersten konkreten Schritte wurden bereits beschlossen. Das in Marburg angesiedelte Koordinationszentrum, das zunächst mit einer halben Wissenschaftler-stelle ausgestattet ist, wird im Rahmen eines "Forschungsatlas Allergien in Deutschland" eine Bestandsaufnahme aller relevanten Forschungsarbeiten in Deutschland vornehmen.
"Dieser Atlas wird sich vor allem an die Fach-Öffentlichkeit wie Journalisten, Forschungs-Förderungsinstitutionen sowie Landes- und Bundespolitiker richten", kündigte Renz an. Dafür soll auch eine "Defizit-Analyse" erstellt werden, die Gesundheitspolitikern und Forschungsförderern die Leistungsfähigkeit und das Profil der allergologisch ausgerichteten deutschen Forschungseinrichtungen aufzeigt.
"Auf diese Weise werden wir den weiterhin bestehenden hohen Forschungsbedarf verdeutlichen", sagt Renz.
Darüber hinaus sind Workshops mit Journalisten, Patienten und Risiko-Gruppen geplant. Dabei sollen Allergieforscher mit jenen Menschen ins Gespräch kommen, für die sie forschen, hofft Renz.
Forschungsvorhaben sollen in diesem Rahmen transparent und verständlich vorgestellt werden. Ddie Workshops sollen zudem Einblicke in Methoden und Arbeitsweisen geben und die Leistungsfähigkeit der deutschen Allergieforschung aufzeigen.
Um möglichst viele Interessierte anzusprechen, wird nun auch ein Internet-Portal entwickelt, das aktuelle Informationen aus der Allergieforschung bereithält und jedem Einblicke in die Grundlagenforschung erlaubt
Weil es bereits zahlreiche Internet-Seiten zu allergischen Erkrankungen gibt, Will Renz sich von anderen Angeboten abheben, indem er dort unter anderem auch ein Lehrmodul für Gymnasiasten zur Verfügung stellt, das sich dem Themenkomplex Gesundheit, Allergien und Umwelt widmet.
An allergischen Erkrankungen wie Heuschnupfen, Neurodermitis, Nahrungsmittel-Allergien und Asthma leiden mittlerweile über zwanzig Prozent der Bevölkerung der Bundesrepublik Deutschland. Damit sind Allergien eine der großen Volkskrankheiten, für die es bis heute keine zuverlässige Heilung gibt und die auch nicht verhindert werden können.
 
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