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Text von Mittwoch, 7. November 2007

> s o z i a l e s<
  
 In Geld gegossen: Bartol begründet BAFöG-Erhöhung 
 Marburg * (fjh/pm)
Die Leistungen nach dem Bundes-Ausbildungsförderungsgesetz (BAFöG) werden im Herbst 2008 deutlich angehoben: für 555.000 Studierende und Fachhochschüler bedeutet das 10 Prozent mehr Geld.
Damit wird die monatliche Förderung an die gestiegenen Lebenshaltungskosten angepasst. Außerdem steigen die Eltern-Freibeträge um 8%. Das erweitert den Kreis der BAFöG-Anspruchsberechtigten.
Der Marburger Bundestagsabgeordnete Sören Bartol bezeichnete am Mittwoch (7. November) die Erhöhung als Erfolg der SPD-Fraktion. Sie hatte stets betont, dass sie der BAFöG-Reform nur als Gesamtpaket zustimmen könne, zu dem auch die Anhebung der Sätze gehört.
"Da kam für uns kein Kompromiss in Frage", sagte Bartol. "Wie dringend geboten eine Erhöhung ist, zeigen nicht zuletzt die derzeit sinkenden Studierenden-Zahlen. Um im internationalen Wettbewerb mithalten zu können und den Fachkräfte-Mangel zu verringern, brauchen wir aber mehr Akademikerinnen und Akademiker."
Vor dem Hintergrund der demographischen Entwicklung komme es auf die Potenziale und Talente jedes Einzelnen an. "BAFöG ist eine der zielgenauesten Sozialleistungen, die wir haben. Es muss weiter gestärkt werden, damit sich auch junge Menschen aus einkommensschwachen Familien für ein Studium entscheiden. Das ist eine moralische und ökonomische Notwendigkeit", erklärte Bartol.
Die BAFöG-Novelle soll noch in der kommenden Woche verabschiedet werden. Erste Verbesserungen für BAFöG-Empfänger wie die Erhöhung der Hinzuverdienst-Grenze auf 400 Euro und die Möglichkeit des BAFöG-Bezugs ab dem ersten Semester für im EU-Ausland Studierende treten schon zu Beginn des Jahres 2008 in Kraft. Die Lage von Studierenden mit Kindern wird durch die Einführung eines Kinderzuschlags verbessert.
 
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