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Text von Freitag, 20. April 2007

> s o z i a l e s<
  
 Bilanziert: Lebenshilfe-Werk stellt sich vor 
 Marburg * (sts)
"Insgesamt sind wir mit der Entwicklung zufrieden", bilanzierte Wolfgang Zöller vom Lebenshilfe-Werk. Gemeinsam mit seinen Vorstandskollegen Roland Wagner und Lothar Schneider stellte er am Freitag (20. April) in den Lahn-Werkstätten den Geschäftsbericht des Vereins vor.
Das Lebenshilfe-Werk bietet Ausbildung, Arbeit, Beratung, Wohnen und Freizeit-Beschäftigungen für geistig oder körperlich behinderte Menschen im Landkreis Marburg-Biedenkopf. Organisatorisch teilt es sich in die zwei großen Bereiche "Arbeit" und "Wohnen".
In den Lahn-Werkstätten, den Hinterländer Werkstätten und den Reha-Werkstätten arbeiten über 600 behinderte Menschen. 25 durchlaufen eine Ausbildung.
"Wir sind im Grunde genommen ein großes mittelständisches Unternehmen", erklärte Wagner. In den vergangenen acht Jahren hat das Lebenshilfe-Werk knapp 20 Millionen Euro an Investitionen getätigt. So wurden 2006 unter anderem die Lahn- und Reha-Werkstätten umgebaut, Wohnhäuser in Dautphe und Rauschenberg erweitert und eine neue Waschstraße angeschafft.
Der Umsatz konnte insgesamt um fünf Prozent auf 17,1 Millionen Euro gesteigert werden. Die Verbindlichkeiten konnten um 12,5 Prozent von 4 Millionen auf 3,5 Millionen Euro reduziert werden.
"Wir haben gut und seriös gewirtschaftet. Um unsere Angebote langfristig zu sichern, ist eine betriebswirtschaftlich orientierte Geschäftsführung absolut notwendig", sagte Zöller.
Für 2008 ist die Erweiterung eines Wohnhauses in der Schwangasse in Marburg geplant. Der Trend bei den Wohnformen geht zunehmend in Richtung einer ambulanten Betreuung.
"In unseren stationären Einrichtungen sind alle Plätze belegt, und es werden keine neuen mehr geschaffen. Der ambulante Bereich dagegen wird wohl noch in diesem Jahr um 20 bis 30 Prozent wachsen", erklärte Schneider.
Für diesen Bereich hat das Lebenshilfe-Werk zu Beginn des Jahres einen eigenen Pflegedienst ins Leben gerufen. "Als allgemeiner Pflegedienst betreuen wir auch nicht behinderte Menschen. Der Schwerpunkt unserer Arbeit richtet sich aber auch in diesem Segment an geistig oder körperlich behinderte Menschen", sagte Schneider weiter.
Großen Wert legt das Lebenshilfe-Werk auch künftig auf Kooperationen in der Region. "Wir brauchen starke Partner", sagte Zöller.
Besonders eng sind die Kontakte zum "Weißen Stein", zu den Diensten der Diakonie wie dem Elisabeth-Verein sowie zu verschiedenen Schulen. Am Freitag (20. April) beispielsweise startete ein Betreuungsprogramm bei der Schule für Praktisch Bildbare. An zwei Nachmittagen in der Woche gibt es dort jetzt eine Ganztags-Betreuung mit Mittagessen und Fahrdienst.
 
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