Sie sind hier: marburgnews >
Heute ist Donnerstag, 27. Februar 2020

Text von Donnerstag, 19. April 2007

> s o z i a l e s<
  
 An einem Tag: Girls´ Day für Behinderte 
 Marburg * (ule/pm)
Auch Mädchen mit geistiger Behinderung wollen bessere Chancen für ihr Leben. Mit diesem Leitgedanken veranstaltet die Bundesvereinigung Lebenshilfe für Menschen mit geistiger Behinderung (BVLA) ein spezielles Seminarangebot. Das Seminar findet rechtzeitig zum Girls´Days am Donnerstag (26. April) statt.
"Mein Beruf und ich - Träume, Wünsche, Wirklichkeiten" , ist der Titel des Seminars, das von Montag (23. April) bis Mittwoch (25. April) in Marburg stattfindet. Es richtet sich an Mädchen und junge Frauen mit Behinderung, die ihr Leben selbst in die Hand nehmen wollen.
Mit der Veranstaltung will die Lebenshilfe darauf aufmerksam machen, dass die vielen geistig behinderten jungen Frauen und Mädchen beim Girls´Day nicht vergessen werden dürfen. Gleichzeitig soll das Seminar einen konkreten Beitrag zum Mädchen-Zukunftstag leisten.
Die Seminartage sollen den Teilnehmerinnen die Möglichkeit geben sich auszutauschen. Sie sollen Fragen stellen und herauszufinden, welcher Beruf ihnen Spaß machen könnte. Zusätzlich sollen praktische Tips zum Bewerbungsverfahren vermittelt werden.
Seit Jahren bietet die Lebenshilfe bundesweit Seminare und Workshops für Mädchen und Frauen mit geistiger Behinderung an. Immer wieder stellt sich dabei heraus, dass es den jungen Frauen oft an Selbstbewusstsein fehlt. Vielfach brauchen sie Unterstützung dabei, ihre Identität als Frau zu finden. Weil sich viele der Frauen wegen ihres Geschlechts und ihrer Behinderung doppelt diskriminiert fühlen, trauen sie sich oft nicht, ihre Wünsche und Vorstellungen zu formulieren und durchzusetzen.
In den Werkstätten für behinderte Menschen arbeiten weniger Frauen als Männer. Viele sind an den frauentypischen und somit schlechter bezahlten Arbeitsplätzen tätig. Sie arbeiten zum Beispiel in der Küche oder in der Näherei. Auch haben sie es grundsätzlich schwerer, von der Schule oder der Werkstatt auf den freien Arbeitsmarkt vermittelt zu werden oder eine Stelle in Integrationsbetrieben zu finden.
 
 Ihr Kommentar 


Soziales-Archiv






© 2007 by fjh-Journalistenbüro, D-35037 Marburg