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Text von Freitag, 19. Januar 2007

> s o z i a l e s<
  
 Versteckt: Behinderten-Befreier feiert 90. 
 Marburg * (atn/pm)
Seinen 90. Geburtstag feiert der Mitbegründer und Initiator der Lebenshilfe. Seit seinem Ausscheiden aus dem Amt ihres Bundesgeschäftsführers ist Dr. Tom Mutters als Ehrenvorsitzender der Bundesvereinigung Lebenshilfe für Menschen mit geistiger Behinderung (BVLH) aktiv.
Als UNO-Beauftragter für "Displaced Persons" - so der Ausdruck für Zwangsarbeiter, KZ-Häftlinge und andere Menschen, die von den Nazis verschleppt worden waren - lernte der gebürtige Niederländer nach dem Krieg das Elend geistig behinderter Kinder in den Lagern und in der hessischen Anstalt Goddelau kennen.
"In ihrer Hilflosigkeit und Verlassenheit haben diese Kinder mir ermöglicht, den wirklichen Sinn des Lebens zu erkennen, und zwar in der Hinwendung zum Nächsten", schaut Mutters zurück. Zusammen mit Eltern und Fachleuten gründete er 1958 in Marburg die Bundesvereinigung Lebenshilfe. 30 Jahre lang, war er deren Geschäftsführer.
Mutter zu Ehren gibt die Lebenshilfe am Freitag (9. Februar) einen Empfang im Marburger Rathaus. Anlässlich seines Geburtstags hat der bis heute in Marburg lebende Lebenshilfe-Gründer um Spenden für die nach ihm benannte Tom-Mutters-Stiftung der Bundesvereinigung Lebenshilfe gebeten
In Deutschland hat sich die Lebenshilfe mit 130.000 Mitgliedern in rund 540 Ortsvereinigungen zur größten Selbsthilfeorganisation für geistig behinderte Menschen und ihre Angehörigen entwickelt. Das Angebot der Hilfen umfasst Frühförderung, Familienentlastende Dienste, Kindergärten, Schulen, Freizeitangebote, Werkstätten für behinderte Menschen sowie Wohnformen mit mehr oder weniger intensiver Betreuung bis ins Alter.
 
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