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Text von Montag, 19. November 2007

> p o l i t i k<
  
 Focus auf AIDS: Aktionstag am 28. November 
 Marburg * (fjh/pm)
Wie auch in den letzten Jahren, engagiert sich eine Gruppe von Marburger Studierenden, um
auf die dramatische Situation der AIDS-Pandemie in Afrika aufmerksam zu machen. Dazu veranstaltet sie am Mittwoch (28. November) den dritten Marburger AIDS Awareness-Day.
Oberbürgermeister Egon Vaupel unterstützt die Studierenden als Schirmherr des Aktionstags.
Laut Angaben der Vereinten Nationen leben südlich der Sahara mit circa 24,7 Millionen AIDS-Infizierten rund 63% aller Infizierten weltweit. Im Jahr 2006 starben im südlichen Afrika 2,1 Millionen Menschen an AIDS. 2,8 Millionen wurden neu infiziert. 59% der Frauen über 15 sind mit HIV infiziert. In einigen Ländern ist durch die Immunschwäche die Lebenserwartung statistisch um mehr als zehn Jahre gesunken.
Kinder wachsen ohne Eltern auf. Mittlerweile finden sich selten noch Familien, die nicht unmittelbar von Todesfällen in Folge der Immunschwäche-Krankheit betroffen sind.
Der Zugang zu Medikamenten ist schwierig und vor allem teuer. Besonders trifft Frauen die Pandemie mehrfach. Deshalb stehen Frauen dieses Jahr thematisch im Mittelpunkt des AIDS Awareness Days.
Das Programm des diesjährigen Marburger AIDS Awareness Days beinhaltet drei verschiedene Aktionen: Mittags informiert das Team ab 11.30 Uhr in der Marktgasse und in der Mensa am Erlenring an Informationsständen über AIDS und HIV und über die unterstützten Projekte. Die
Studis verteilen Gratis-Kondome und sammeln Spenden.
Abends wird es für alle Interessierten ab 19.30 Uhr eine Informationsveranstaltung im Historischen Saal des Rathauses geben. Dort werden die Erfolge des unterstützten Projekts des letzten Jahres vorgestellt.
Geert Schroeder wird als Projektleiter des "Malaika-Projekts" über die Idee des Aufbaus des "Malaika's Children's Home" und die Notwendigkeit der Hilfe sprechen. Die Zielgruppe des AIDS-Waisenhauses in Nakuru in Kenia sind Straßenkinder, die vor allem durch Sportbegeisterung wieder für Bildungsangebote motiviert werden sollen.
Darüber hinaus wird Klaas Kunst als Politikwissenschaftler mit Schwerpunkt Südafrika einen Vortrag über "The Feminization of HIV? Warum AIDS Frauen mehrfach betrifft" halten und auf die besondere Situation von Frauen eingehen. Hier werden vor allem die Dimensionen Stigmatisierung, sexuelle Gewalt und traditions- sowie kulturell bedingte Rollenbilder angesprochen.
Ab 21 Uhr wird es im Knubbel an der Schwanallee eine Charity-Party zugunsten des Malaika-Projektes geben. Jimmy Jealousy&XYZ werden mit Pop, Indietronics und Mischpoke für die richtige Party-Stimmung sorgen. Der Eintritt beträgt 3 Euro.
 
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