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Text von Mittwoch, 25. July 2007

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 Im Alter verirrt: Kinder in die Feuerwehr 
 Marburg * (atn/pm)
Eine Gesetzesinitiative der CDU soll in Zukunft die Freiwillige Feuerwehr auch für junge Kinder zugänglich machen und so die Nachwuchsförderung der Feuerwehr stärken.
Die "herausragende" Bedeutung der Freiwilligen Feuerwehr in Marburg-Biedenkopf bei der Kinder- und Jugendarbeit unterstricheb die CDU-Landtagsabgeordneten Frank Gotthardt, Dr. Christean Wagner und Anne Oppermann am Mittwoch (25. Juli).
"Die Freiwilligen Feuerwehren leisten eine großartige Arbeit. Das ehrenamtliche Engagement ist vorbildlich", lobten die CDU-Politiker.
Die Nachwuchsförderung sei daher eine wichtige Aufgabe, sowohl für die Zukunft der Feuerwehren als auch für die Entwicklung der Kinder: Diese lernten hier gemeinschaftliche Verantwortung zu übernehmen und säßen nicht an Computer oder Spielekonsole. Spielend würden sie vielmehr den Einsatz für das Gemeinwohl üben, während gleichzeitig ihr Interesse für die Jugendfeuerwehr geweckt und sie auf das mögliche weitere Engagement vorbereitet würden.
Um die Nachwuchsförderung bei der Freiwilligen Feuerwehr noch besser zu unterstützen, wolle die CDU-Landtagsfraktion mit ihrer Gesetzesinitiative den Rahmen für die Einrichtung von Kindergruppen mit entsprechendem Versicherungsschutz schaffen. Der CDU-Landtagsfraktion sei bewusst, dass das bestehende Aufnahmealter von zehn Jahren für die Jugendfeuerwehr zunehmend ein Problem für die Nachwuchsförderung der Freiwilligen Feuerwehren darstelle: Mit zehn Jahren seien die Kinder gegebenenfalls schon in anderen Vereinen gebunden und haben neben der Schule keine Zeit mehr für dieses interessante und wichtige Hobby. Mit der Gesetzesänderung soll der Weg zur Freiwilligen Feuerwehr bereits im Alter von sechs Jahren weiter geöffnet werden.
Bereits heute gebe es in einigen Orten "Löschzwerge", "Bambini-Feuerwehren" oder "Wichtel-Feuerwehren" für Kinder ab sechs Jahren. "Diese Idee muss gefördert werden", betonten Frank Gotthardt. Dr. Christean Wagner und Anne Oppermann.
In Absprache mit dem Landesfeuerwehrverband habe die CDU-Landtagsfraktion schon vor den Sommerferien eine Gesetzesinitiative in den Landtag eingebracht, die diese Kindergruppen "als anerkannte Einrichtungen der Feuerwehr gesetzlich verankert". "Ehrenamtliches Engagement in der Kinder- und Jugendarbeit verdient Respekt und Unterstützung der gesamten Gesellschaft", betonten die heimischen Politiker. Deshalb sei es Anliegen der CDU-Landtagsfraktion, dies im Rahmen eines Sammelgesetzes schnellstmöglich noch in dieser Legislaturperiode umzusetzen. Konkret handle es sich um die Einbeziehung der Kindergruppen in den umfassenden gesetzlichen Unfallschutz nach dem Sozialgesetzbuch.
Die jetzige Initiative sei ein weiterer Baustein in der Politik der CDU-geführten Landesregierung zur Förderung und Stärkung des Ehrenamts in Hessen, verdeutlichten Gotthardt, Wagner und Oppermann. So sei beispielsweise mit der hessenweiten Einführung der EhrenamtsCard eine ausgezeichnete Möglichkeit geschaffen worden, ehrenamtlich Engagierte für ihre vorbildliche Tätigkeit im Dienst der Gesellschaft auszuzeichnen.
 
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