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Text von Mittwoch, 18. April 2007

> p o l i t i k<
  
 Ökologische Prämie: Schulen sparen ständig Strom 
 Marburg * (ule/pm)
Ihren Energieverbrauch hat die Grundschule Wehrshausen auch 2005 und 2006 kontinuierlich gesenkt. Damit nimmt sie erneut den 1. Platz in der Wertung beim Energiesparprämiensystem 30/40/30 PLUS der Marburger Schulen ein.
Ihr folgen die Adolf-Reichwein-Schule, die Martin-Luther-Schule und das Gymnasium Philippinum. Das meldete die Stadt Marburg am Donnerstag (19. April).
Das Prämiensystem wurde 2003 erstmals gestartet. Zunächst hat es eine Laufzeit von fünf Jahren. Über finanzielle Anreize sollen die Schulen in Marburg dazu motiviert werden, ihren Energieverbrauch zu senken. Gleichzeitig winken den drei Schulen, die den CO2-Ausstoß am deutlichsten senken konnten, eine Urkunde und ein Präsent als Anerkennung für die erfolgreichen Bemühungen.
Alle Schulen in der Stadt Marburg können sich freiwillig an dem Projekt beteiligen. Die finanziellen Einsparungen bei Wärme und Strom verbleiben zu 70 Prozent in der jeweiligen Schule. Davon werden 30 Prozent dem Schulbudget zugewiesen. Die restlichen 40 Prozent werden für energiesparende Maßnahmen eingesetzt. Die verbleibenden 30 Prozent der Einsparungen dienen der Haushaltsentlastung der Stadt. Ein eventueller Mehrverbrauch schlägt sich jedoch nicht in einer zusätzlichen finanziellen Belastung nieder.
Insgesamt haben sich von den 26 Marburger Schulen 20 an dem Energiesparprämiensystem beteiligt. Summiert man die vermiedenen Energiekosten der Jahre 2003 bis 2006, so konnten die teilnehmenden Schulen insgesamt 550.000 Euro Kosten für Energie einsparen.
Eine wichtige Rolle spielt natürlich der Sparanreiz durch die Prämien. Viele Schulen haben erkannt, dass das Prämiensystem neben der notwendigen Umweltentlastung auch eine hervorragende Möglichkeit der Budgetaufbesserung bietet. Allein die Adolf-Reichwein-Schule konnte 2006 Einsparprämien von insgesamt 33.000 Euro einfahren, gefolgt vom Gymnasium Philippinum mit 22.000 Euro.
Auch die Reduzierung der CO2-Emissionen hat dabei deutlich an Bedeutung gewonnen. Allein an den Schulen, die sich an dem Energiesparsystem beteiligt haben, wurden in den letzten vier Jahren 1,4 Millionen Euro investiert. Damit konnten die CO2-Emissionen um fünf Prozent gesenkt werden. Gleichzeitig gelang es den Schulen durch ihr Verhalten, in den letzten vier Jahren etwa 2.990 Tonnen CO2 weniger ausgestoßen.
 
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