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Text von Montag, 15. Januar 2007

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 Frühzeitig kandidiert: Fischbach will wieder antreten 
 Marburg * (fjh/pm)
Seine Bereitschaft zu einer nochmaligen Kandidatur für die Landratswahl 2007 hat Landrat Robert Fischbach am Montag (15. Januar) erklärt: "Ich werde mich beim nächsten Parteitag der Kreis-CDU für die im Herbst anstehende Landratswahl als Kandidat der CDU erneut zur Verfügung stellen".
Die Koalition von CDU, Grünen, FDP und FWG sei bei der letzten Kommunalwahl eindeutig bestätigt worden. Das sieht Fischbach auch als Bestätigung seiner persönlichen Arbeit als Landrat und Spitzenkandidat der CDU.
"Ich sehe mich insofern in der Pflicht gegenüber unseren Wählerinnen und Wählern", erklärte Fischbach. "Ich will weiter daran arbeiten, den Landkreis fit für die Zukunft zu machen. Darüber hinaus bereitet mir die Arbeit als Landrat für die Bürgerinnen und Bürger im Landkreis weiterhin große Freude."
Der Landrat möchte den Kreis-Gremien vorschlagen, den Wahltermin auf Sonntag (9. September) festzulegen.
"Unser Landkreis soll auf die Aufgaben der Zukunft gut vorbereitet sein", wünschte sich Fischbach. "Eine Aufbruch-Stimmung ist wichtig."
Das Wirtschafts-Wachstum von 2,5 Prozent im Jahr 2006 habe auch im Landkreis Marburg-Biedenkopf positive Wirkung gezeigt. Im Landkreis konnten im Verhältnis mehr Menschen in Arbeit und Ausbildung gebracht werden als in vielen anderen Regionen Deutschlands.
Dazu habe das KreisJobCenter (KJC) einen wichtigen Beitrag geleistet. Es nehme damit weiterhin eine Spitzen-Position in Hessen ein. "Damit bestätigt sich, dass es richtig war, diese Aufgabe als Landkreis zu übernehmen", meinte Fischbach. "Wir werden auch in Zukunft mit großem Engagement daran arbeiten, möglichst viele Menschen in Arbeit zu bringen."
Die Wirtschaft müsse gute Bedingungen vorfinden, damit die Arbeitsplätze erhalten bleiben und neue Arbeitsplätze geschaffen werden. Dazu brauche der Kreis auch eine gute Verkehrs-Infrastruktur. Die Autobahn A 49 und der Lückenschluss der autobahnähnlich ausgeauten Bundesstraße B3a seien jetzt in greifbare Nähe gerückt.
"Die Lösung der Energie-Frage wird entscheidend für die Zukunftsfähigkeit unseres Landes sein", erklärte der Landrat. "Wir müssen unabhängiger von der weltweiten Ölproduktion werden."
Einerseits wolle er die Spar-Potentiale ausschöpfen, andererseits soll der Einsatz der regenerativen Energien im regionalen Energie-Kreislauf weiter ausgebaut und gefördert werden. Dazu habe der Kreis ein Kompetenz-Zentrum und ein kommunales Energieforum eingerichtet.
Der Landkreis habe zudem die Chance, gemeinsam mit den Landwirten und Forstwirten mehr nachwachsende Rohstoffe zu produzieren. Damit werde auch ein sehr wichtiger Beitrag für den Klimaschutz geleistet.
Das flächendeckende Betreuungsangebot an Grundschulen im Landkreis hält Fischbach für "einmalig in Hessen". Bei Kindergarten-Plätzen liege eine Voll-Versorgung vor. Allerdings müssten die Öffnungszeiten, die Mittags-Versorgung und die Angebote für Kinder unter drei Jahren verbessert werden, forderte Fischbach. In Zusammenarbeit mit den Städten und Gemeinden im Landkreis will er daran arbeiten.
Das neue Bündnis für Familien im Westkreis ist ein guter Ansatzpunkt.
Auf die Folgen des demografischen Wandels mit einer veränderten Alters-Struktur und der langfristigen Verringerung der Bevölkerung müsse der Landkreis vorbereitet sein. Das begonnene Projekt, bei dem die Landesregierung den Kreis als Modellregion unterstützt, soll weitergeführt und ausgebaut werden.
Der Landkreis setze bei den Schulen Standards, die landesweit einmalig seien. Die Schulen befänden sich in einem sehr guten baulichen Zustand. Die Ausstattung mit Computern sei sehr weit fortgeschritten. Der sichere Umgang mit dem PC sei für jeden Schüler eine Grund-2-Voraussetzung für ein später erfolgreiches Arbeitsleben.
"In diesen Bereich möchte ich noch mehr investieren", versprach Fischbach. "Über allem Anderen werde ich bei den Kreis-Finanzen alle Anstrengungen unternehmen, um für 2008 einen ausgeglichenen Haushalt vorzulegen. Schon dieses Jahr ist es mir gelungen, das Defizit mehr als zu halbieren. Für 2008 scheint der Haushalts-Ausgleich möglich."
 
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