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Text von Sonntag, 20. Mai 2007

> k u l t u r<
  
 Volle Woche: Drei Autoren mit vier Lesungen 
 Marburg * (fjh/pm)
Diese Woche hat es in sich: drei Autoren an vier Tagen kündigte der Verein "Strömungen" - wie immer auch diesmal in letzter Minute - am Sonntag (20. Mai) für die vorletzte Mai-Woche an.
Die erste Lesung findet bereits am montag (21. Mai) statt. Max Goldt liest um 20 Uhr in der Waggonhalle aus seinem neuesten Buch "QQ - quiet quality". An gleicher Stelle wiederholt der Autor seine Lesung einen Tag später noch einmal.
Max Goldt wurde 1958 in Göttingen geboren. Er lebt in Berlin. Zuletzt veröffentlichte er "Wenn man einen weißen Anzug anhat" und "Vom Zauber des seitlich dran Vorbeigehens". Goldt, der seit 1989 Kolumnen für Titanic schreibt, ist außerdem Musiker und verfasst Hörspiele und Comics. 1997 wurde ihm der "Kasseler Literaturpreis für grotesken Humor" verliehen, 1999 der "Richard-Schönfeld-Preis für literarische Satire".
Eine Buchvorstellung folgt am Mittwoch (23. Mai) ebenfalls um 20 Uhr in der Waggonhalle. Dirk Sager liest aus seinem Erlebnis-Bericht "Berlin - Saigon - Eine (Eisenbahn-) Reise in die andere Hälfte der Welt".
Dirk Sager wurde 1940 in Hamburg geboren. Er zählt zu den renommiertesten deutschen Fernseh-Journalisten. In den 70er Jahren war er ZDF-Korrespondent in der DDR, anschließend Korrespondent in den USA und in Russland, wo er bis 2004 das Studio Moskau leitete. Heute ist Sager, der auch lange das Magazin "Kennzeichen D" moderierte, Sonderkorrespondent des ZDF. Er erhielt zahlreiche Preise, zuletzt im Jahr 2002, den Hanns-Joachim-Friedrichs-Preis. 1996 erschien sein Buch "Betrogenes Russland - Jelzins gescheiterte Demokratie".
Von Berlin nach Saigon sind es mehr als 15.000 Kilometer mit der Eisenbahn. Es ist die weiteste Reise auf Schienen, die von Deutschlands Hauptstadt aus möglich ist.
Sager begibt sich auf ein Abenteuer, das ihn durch sieben Länder und zwei Kontinente führt, durch grandiose Landschaften und historische Orte, und auf die Spuren mittelalterlicher Herrscher und moderner Mythen. Im russischen Smolensk begegnet er den Schatten Adolf Hitlers und Josef Stalins, trifft fliegende Händler im Zug und besucht in Saratov, der letzten Stadt in Europa, die Nachfahren der Wolga-Deutschen.
Auf dem asiatischen Teil der Strecke trifft er die Fischer vom sterbenden Aralsee, folgt der Route Marco Polos auf der alten
Seidenstraße nach China und erlebt den Zauber der Wüste Gobi, die Dschingis Khan einst beherrschte. Entlang der chinesischen Mauer reist er nach Hanoi. Dort spürt er der Jahrtausende alten Zivilisation Vietnams nach und entdeckt am Ende das Geheimnis der pulsierenden Metropole Saigon.
Diese abenteuerliche Reise zeugt von der Faszination asiatischer Kultur und Geschichte ebenso wie von der märchenhaften Schönheit des Ostens.
Als "Highlight der diesjährigen Lesungen in Marburg"preist Strömungen "Das Ouzo-Orakel" von Frank Schulz am Donnerstag (24. Mai) um 20 Uhr im Kulturladen KFZ an.
Bodo Morten ist nach schwerer psychischer Erkrankung und längerem Aufenthalt in einem fränkischen Sanatorium nach Griechenland ausgewandert. Dort lebt er nun seit fünf Jahren. Allabendlich gönnt er sich Geselligkeit im Freundeskreis einer kleinen Dorf-Wirtschaft. Sonst führt er - fern von allem - in einer abgelegenen Bucht ein asketisches Leben: viel meditieren, viel Schwimmen, wenig Kleidung, kein Alkohol, keine Zigaretten, keine Frauen.
Doch dann taucht Monika Freymuth auf. Diese Frau stößt Bodo zugleich ab und fasziniert ihn doch dunkel. Und sie erinnert ihn an jemanden. In der Tat stellt sich heraus, daß Monika Bodos erste Jugendliebe ist. Gerade ist sie auf der Suche nach ihrem Mann, der nach einer Ehekrise gen Griechenland geflüchtet ist.
Bodo verliebt sich erneut, wehrt sich jedoch dagegen. Sein Leben gerät aus den Fugen. In seiner Not wendet er sich an das Ouzo-Orakel, einen Einsiedler, bei dem auch die Einheimischen Rat suchen. Bewaffnet mit einer Fünf-Liter-Bombe Ouzo macht sich Bodo auf in die Berge.
 
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