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Text von Donnerstag, 12. April 2007

> k u l t u r<
  
 Verblüffte Begegnung: Wand zur Bemalung freigegeben 
 Marburg * (fjh/pm)
Sachen gibt es - die gibt es gar nicht! Von einer offiziellen Graffiti-Wand mit Sprüh-Erlaubnis hatte zumindestens die Polizei bisher noch nie etwas gehört. Auch etliche Passanten auf dem Fußweg zum Lahn-Vorland kurz vor der Mensa-Brücke wunderten sich darüber. Dort prangte in den Farben rot und schwarz eineAbbildung, die einem Verkehrszeichen ähnelte.
Ein schwarzes Männchen in einem roten Kreis sprüht Farbe. Unter diesem "Schild" stand in rot: Offizielle Graffiti- Wand.
Nach bisherigen Informationen der Polizei befinden sich angeblich mehrere dieser falschen Hinweise in Marburg. Aufgefallen ist bislang lediglich eines auf der Rückseite des Gerhard-Jahn-Platzes.
Der "Künstler" dieses Bildnisses erreichte zweierlei: Einmal schien der ein oder andere dem Sinngehalt des Bildes Glauben zu schenken und bemalte danach mehrfach die Wand. Zum anderen ermittelt die Polizei wegen Sachbeschädigung durch Graffiti!
Die Polizei bittet um Hinweise auf die Orte, an denen sich weitere dieser Bildnisse befinden. Gleichzeitig warnt sie davor, dem Bildnis zu folgen. Dieses Zeichen entspringt einzig und allein dem Einfallsreichtum eines einzelnen und entbehrt jeder weiteren Grundlage. Ein Schild, das offiziell ein Bemalen von Wänden erlaubt, gibt es nicht.
 
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