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Text von Freitag, 16. März 2007

> k u l t u r<
  
 Who is Marburg: Ausstellung des Ausländerbeirats 
 Marburg * (jnl)
Welchen Blick haben junge Menschen auf den Stand der sozialen Integration in Marburg? Der vom Ausländerbeirat der Universitätsstadt Marburg ausgelobte Schüler-Foto-Wettbewerb "Who is Marburg?" gab Antwort auf diese Frage. Alle Mittelstufen-Schüler waren zur Teilnahme aufgerufen. Foto-Arbeitsgemeinschaften oder sogar ganze Schulklassen von insgesamt sieben Marburger Schulen nahmen daran teil.
Die dreiköpfige Jury hatte aus insgesamt hundert eingereichten Fotos drei Preisträger auszuwählen. Am Donnerstag (15. März) fand die Prämierungsfeier im Historischen Saal des Rathauses statt.
Oberbürgermeister Egon Vaupel begrüßte als Schirmherr der Veranstaltung die außergewöhnlich jugendliche Zuhörerschaft. Er ermutigte die zahlreich erschienenen Schüler und Lehrer mit der Aussage, diese Projekt-Idee gefalle ihm ausgezeichnet und die Umsetzung sei sogar noch besser.
Der junge Vertreter des Ausländerbeirats stellte daraufhin in sehr charmanter Weise die Jury und die für den Wettbewerb gewonnenen lokalen Sponsoren vor. Der Wasserski-POark Niederweimar, die Tanzschule Henseling und das Bowlingcenter Strike hatten altersgemäße, attraktiv sportliche Preise gestiftet.
Zunächst wurden vier Gruppenpreise für besonders gelungene Projekt-Ergebnisse vergeben. Zwei siebte Klassen der Richtsberg-Gesamtschule (RGS) und der Elisabethschule sowie zwei zehnte Klassen der Käthe-Kollwitz-Schule und der Martin-Luther-Schule waren die glücklichen Sieger.
Als Höhepunkt der Feier stellte die Jury die Hauptpreise für die Einzel-Sieger vor. Der dritte Platz wurde erobert durch ein Mitglied der Foto-AG der Friedrich-Ebert-Schule. Dargestellt auf dem Foto findet sich ein strahlender kleiner Junge neben einem Grauhaarigen an einer Bushaltestelle. Den zweiten Platz errang ein Mitglied des Wahlpflichtfachs Foto der Pestalozzischule. Das Foto zeigt eine fünfköpfige cool integrierte Mädchengruppe mit viel sichtbarer Dynamik. Den Vogel abgeschossen hatte die Foto-AG der Theodor-Heuss-Schule. Ihr Foto zeigt zwei zehnjährige Jungen unterschiedlicher Nationalität, die offenkundig enge Freunde sind und mit strahlendem Blick gemeinsam in die Welt gucken.
Die Mitglieder der Jury - OP-Jugendredakteurin Anna Ntemiris, Diplom-Pädagoge Marco Ackermann von der Jugendkonflikthilfe und die jüngste Stadtverordnete Angela Dorn von den Grünen - fanden passende schöne Worte für die von ihnen gewählten Hauptpreis-Träger. Gewonnen wurde übrigens eine Saisonkarte über ein Jahr kostenfreier Zugang zum Wasserski-Park für die ganze Gruppe sowie ein kostenloser Tanzkurs für die ganze Gewinner-Gemeinschaft.
Im Anschluss wurde eine Ausstellung mit einer breiten Auswahl gelungener Fotos aus dem Wettbewerb im unteren Saal des Rathauses eröffnet. Diese Präsentation ist bis Samstag (30. März) für die Öffentlichkeit zugänglich.
Alles in allem war der Wettbewerb ein rundum gelungenes Projekt und eine würdige Eröffnung der Woche gegen Rassismus. In den Fotos spiegelt sich eine lebendige Stadt, die so facettenreich und besonders ist, wie die Menschen die hier leben.
 
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