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Text von Mittwoch, 14. März 2007

> k u l t u r<
  
 Für die Kleinsten: Die Farben des Wassers 
 Marburg * (fjh)
Die Farben des Wassers erklärte das "Teatro La Baracca" aus Bologna am Dienstag (13. März) im Theater am Schwanhof (TaSch 2) den kleinen Besuchern der 12. Hessischen Kinder- und Jugendtheaterwoche. "colori dell´acqua" lautete der Titel des Stücks für Kinder ab einem Jahr von Roberto Frabetti.
""Das Wasser kommt mit dem Regen", begann Valeria Frabetti die Aufführung auf Deutsch. "Die Menschen trinken das Wasser", fuhr sie fort und nahm einen Schluck aus der plätschernden Quelle. Dann beschrieb sie den Kleinen und ihren Eltern den natürlichen Kreislauf des Wassers durch die Flüsse und Seen bis hin zum Meer und dann wieder hoch hinauf in die Wolken, von wo schließlich wieder der Regen herabfällt.
Als es aufhört, zu regnen, zeichnet sich am Himmel auf der Bühne ein Regenbogen ab. Jede der sieben Farben dort stellten die beiden Schauspieler an einem Beispiel vor: "Orange" heißt auch die gleichfarbige Frucht, die Andrea Buzzetti seiner Kollegin zuwarf. Grün war der Salat, den er seiner Mitspielerin gab. Rot waren Erdbeeren, Kirschen und Tomaten. Gelb war die Sonne, obwohl ein kind in der ersten Reihe gleich "Banane" rief.
Nur das "Blau" mussten die beiden lange suchen, bis sie schließlich blaue Schürzen fanden und sich umbanden.
Als schließlich alle Farben genannt worden waren, freuten sich die Darsteller an der Schönheit der Natur. Mit diesem Eindruck beendeten sie nach einer halben Stunde ihren Auftritt.
Während Frabetti überwiegend Deutsch sprach, äußerte sich Buzzetti ausschließlich auf Italienisch. An ihn richtete sich die Schauspielerin auch in ihrer eigenen Muttersprache. Bei einem dieser Sprachen-Wechsel raunte ein Kind seiner Mutter zu: "Jetzt wird es wieder englisch."
Am Ende ließen die Protagonisten die Musik im Hintergrund weiterlaufen und verteilten die mitgebrachten Früchte an die Kinder und ihre Eltern. Einige Kinder durftren auch im Wasser plantschen. In einer gelösten und heiteren Atmosphäre endete so dieses nette kleine Lehrstück in Naturkunde für die ganz Kleinen.
Es wäre wirklich schön, ein derartiges Stück auch einmal in einer deutschen Fassung zu erleben. Aber die beiden Schauspieler haben das kleine Sprachen-Problem auf eine nette und wenig störende Weise gelöst. Ohnehin unterstützten sie ihre Erklärungen immer wider mit pantomimischen Gesten.
Den meisten der Kinder im Alter zwischen zwei und sechs Jahren hat es offenbar viel Spaß gemacht. Und auch die Eltern waren wohl überwiegend durchaus angetan von dem kleinen Ökologie-Kurs für kleine Kinder im Theater am Schwanhof.
 
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