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Text von Donnerstag, 15. Februar 2007

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 Mehrfachnutzung: Turnergarten als Pilger-Herberge 
 Marburg * (sts)
Der Erhalt und die weitere Nutzung des Turnergartens nimmt Gestalt an. Diese erfreuliche Tatsache konnte Oberbürgermeister Egon Vaupel (SPD) am Donnerstag (15. Februar) den Mitgliedern des Schul- und Kulturausschusses mitteilen. Mit Hilfe des VfL 1860 Marburg konnte Vaupel auch schon einen Entwurf für ein konkretes Nutzungskonzept präsentieren.
Der Turnergarten in der Lutherstraße war im Oktober 2006 von der Marburger GeWoBau mit dem Ziel gekauft worden, das sozial- und baugeschichtlich wertvolle Gebäude zu erhalten und einer sinnvollen Nutzung zuzuführen. Vaupel sieht derzeit ein Investitionsvolumen von rund 750.000 Euro für Anschaffung und Sanierung des Turnergartens.
Das vorgestellte Nutzungskonzept sieht eine tägliche Auslastung der Räumlichkeiten von sieben Uhr morgens bis 23 Uhr nachts vor. Vormittags sollen verstärkt Schulen und Seniorengruppen die Räume nutzen, am Abend Vereine, Veranstalter und Gastronomie. Jeden ersten Samstag im Monat soll ab 15 Uhr ein Tanztee stattfinden.
"Das ist ein geschlossenes Konzept. Vom Mutter-Kind-Turnen bis zum Senioren-Sport ist alles vertreten", bedankte sich Vaupel für die Vorarbeit des VfL Marburg.
Dennoch sieht die jährliche Kostenrechnung derzeit noch ein Defizit von circa 50.000Euro vor. Diesen Betrag müsste die Stadt an die GeWoBau begleichen.
Das Nutzungskonzept kann aber frühestens Anfang 2008 umgesetzt werden. Von März bis September dieses Jahres soll der Turnergarten deshalb als Pilger-Herberge dienen. Für fünf bis acht Euro pro Nacht sollen ausgewiesene Pilger, die im Elisabeth-Jahr Marburg besuchen, dort eine einfache Unterkunft finden. Die Stadt konnte das Deutsche Rote Kreuz (DRK), die Marburger Tafel und die Kirchen als Partner für diese Aktion gewinnen.
Bis zu 100 Pilger könnten im Turnergarten übernachten. Vaupel stellte klar, das die Stadt damit keineswegs in Konkurrenz zu den Marburger Hotels trete: "Wir wollen einem ganz bestimmten Personenkreis eine einfachste Übernachtungsmöglichkeit bieten."
 
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