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Text von Dienstag, 23. Januar 2007

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 Parlament und Projekt: EU-Workshop in Marburg 
 Marburg * (fjh/pm)
Die Rollen von Ministern und Abgeordneten des Europa-Parlaments (EP) nehmen Marburger Auszubildende demnächst bei einem Planspiel zur Arbeit der Europäischen Union (EU) ein. Das hat Bürgermeister Dr. Franz Kahle am Dienstag (23. Januar) angekündigt.
Mit Unterstützung des EP führt das Centrum für angewandte Politik-Forschung der Forschungsgruppe Jugend und Europa der Ludwig-Maximilians-Universität München eine bundesweite Workshop-Reihe durch. Thema der Seminare ist die jugendgerechte Vermittlung der Arbeit der Institutionen der EU.
Kahle zeigte sich erfreut, dass es dem Jugendbildungswerk (JBW) der Stadt Marburg gelungen ist, diese Veranstaltung nach Marburg zu holen: "Es ist eine wichtige Aufgabe, das Engagement gerade der jungen Menschen in der Demokratie sowohl auf nationaler als auch auf europäischer Ebene zu fördern. Nicht zuletzt deshalb hat die Europäische Kommission in letzter Zeit verstärkt junge Menschen zur Beteiligung aufgefordert und dem strukturierten Dialog zwischen Entscheidungsträgern und jungen Menschen eine besondere Bedeutung beigemessen", sagte Kahle.
Der Bürgermeister und Jugend-Dezernent wird die Veranstaltung am Montag (5. Februar) eröffnen, ehe die Teilnehmenden dann in die Rollen der politischen Akteure der EU schlüpfen und als Minister oder Abgeordnete über eine neue Richtlinie zur Förderung erneuerbarer Energien entscheiden.
Auf der Grundlage von individuellen Rollen-Profilen, Hintergrund-Informationen und durch Verhandlungen in Gremien erhalten die Spieler Zugang zu unterschiedlichen Blickwinkeln und Interessenlagen. Vor dem Hintergrund aktueller Debatten über eine intensivere Nutzung von Atom-Energie und der Endlichkeit fossiler Brennstoffe sollen die Jugendlichen über neue Wege der Energie-Innovation und der Energie-Effizienz diskutieren.
Eingebettet ist das Planspiel in eine Reihe von Klein-Methoden wie ein "EU-Quiz" oder einen "Institutionen-Lauf". Auf spielerische Weise lernen die jungen Marburger so die Grundlagen der Europäischen Union kennen, bevor sie selbst im Rahmen des Planspiels politisch aktiv werden.
Dieser Ein-Tages-Workshop findet im Rahmen des von Jugendbildungswerk und der Hessischen Landeszentrale für politische Bildung gemeinsam durchgeführten Modellprojekts "Auszubildende entdecken die Europäische Union" statt. Wie Matthias Nicolai vom JBW mitteilte, ist im Rahmen des mehrjährigen Projekts, das in Kooperation mit den Ausbildungsleitungen von Stadt, Landkreis und Universität durchgeführt wird, für die Auszubildenden auch in diesem Jahr eine Studienfahrt geplant. Ziel ist die "europäische Hauptstadt" Brüssel. Zeitpunkt dieser Fahrt ist die bundesweite Europa-Woche vom 7. Bis zum 10. Mai.
"Eine bessere Vorbereitung auf unsere Studienfahrt gibt es nicht", sagte Nicolai. Er kann am Montag in den Räumen der Philipps-Universität auch die EU-Abgeordnete Barbara Weiler begrüßen, die ihr Kommen bereits zugesagt hat.
 
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