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Text von Montag, 26. November 2007

> s o n s t i g e s<
  
 Geldfälscherei: 100-Euro-Note beschlagnahmt 
 Marburg * (fjh/pm)
Ein Polizist ist immer im Dienst, selbst in seiner Freizeit. Das führte am Samstag (24. November) zu zwei Festnahmen wegen Verdachts des Verbreitens von Falschgeld. Außerdem stellte die Polizei einen falschen 100-Euro-Schein sicher.
Die Ermittlungen der Kriminalpolizei Marburg gegen einen 41-jährigen Mann aus Wetzlar und seine 44-jährige Begleiterin aus Marburg dauerten am Montag (26. November) noch an. Ausreichende Haftgründe lagen gegen die Festgenommenen jedoch nicht vor.
Ein 40 Jahre alter Polizeibeamter der Ermittlungsgruppe zur Bekämpfung der Mehrfach- und Intensivtäter (EG MIT) stand am Samstag als Kunde in der Schlange vor der Kasse eines Geschäfts für Heimtextilien an der Industriestraße. Er bekam mit, dass ein Mann und eine Frau versuchten, ihre Ware mit einem offenbar falschen 100-Euro-Schein zu bezahlen. Von der Kassiererin zurückgewiesen, steckten die beiden das Geld schließlich wieder ein und bezahlten mit anderen Scheinen.
Der Beamte nahm die Verfolgung des Paares auf und holte sich telefonisch sofort Unterstützung durch seine Marburger Kollegen. Er sprach das Paar an, gab sich als Polizeibeamter zu erkennen und nahm es zusammen mit der - inzwischen eingetroffenen - Streife auf dem Parkplatz fest.
Eine Durchsuchung förderte dann den offensichtlich falschen 100-Euro-Schein zu Tage, den die 44-jährige nach ihren Angaben zwei Tage zuvor von ihrem 39- jährigen Ehemann erhalten hatte. Am Tat-Tag begleitete ihr Gatte sie jedoch nicht.
Die anschließenden Wohnungsdurchsuchungen brachten weder weitere falsche 100-Euro-Scheine hervor, noch Hinweise auf die Herkunft des Falschgelds. Deswegen entließ die Polizei die beiden Festgenommenen nach den polizeilichen Maßnahmen.
Die sichergestellte 100-Euro-Note war relativ leicht und sicher als Falschgeld zu erkennen. Beim sogenannten "Kipptest" blieb die Wertzahl "100" unverändert. Der Silberstreifen war nur ganz schwach ausgeprägt.
Falschgeld lässt sich in vielen Fällen durch Fühlen, Sehen oder Kippen erkennen. So lässt sich das Papier erfühlen. Es ist griffig und fest, nicht "lappig" und glatt. Außerdem haben echte Banknoten ein mit den Fingern oder dem Fingernagel ertastbares Relief.
Sehen kann man unter anderem das Wasserzeichen und den Sicherheitsfaden, wenn die Note gegen das Licht gehalten wird. Beim Kippen verändern sich der Spezialfolien-Streifen oder die Wertzahl.
Der Streifen der 5-, 10- und 20-Euro-Scheine zeigt je nach Betrachtungswinkel das Zeichen für den Euro oder die Wertzahl. Die Wertzahlen der größeren Geldnoten verändern ihre Farbe von rot nach olivgrün beziehungsweise braun. Die Spezialfolien der größeren Noten zeigen entweder die Wertzahl oder ein Architektur-Motiv.
Mit einem Vergrößerungsglas lässt sich zudem die Mikroschrift einer Banknote sehen. Ultraviolettes Licht lässt die eingearbeiteten Flächen, Fasern und Druckfarben fluoreszieren.
Weitere Informationen über Sicherheitshinweise echter Banknoten stehen im Internet unter www.polizei-beratung.de oder www.euro.ecb.int.
 
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