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Text von Donnerstag, 29. März 2007

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 Lern-Rekord: Erst Deutsch, dann Muttersprache 
 Marburg * (fjh/pm)
Deutsch-Förderung wichtiger als Muttersprache findet Frank Gotthardt. Der CDU-Landtagsabgeordnete hat am Donnerstag (29. März) einer Äußerung des marburger Bürgermeisters Dr. Franz Kahle widersprochen, dass mit einem neuen Integrationsprojekt die Erziehungs- und Sprachkompetenz von ausländischen Eltern gestärkt werden soll.
Das Projekt mit einem Umfang von 470.330 Euro werde, so Kahle, mit Mitteln der Stadt Marburg in Höhe von 154.000 ? finanziert. Den Rest trage das Land Hessen. Das Projekt diene zudem dazu, auch die Muttersprache von Kindern zu fördern.
"Die Äußerungen von Bürgermeister Kahle sind nicht zutreffend", sagte dazu der CDU-Landtagsabgeordnete Frank Gotthardt, " denn über die Förderung des Projektes ist weder beim Land, noch beim Bund eine Entscheidung getroffen worden".
Zur Zeit werde die Förderliste vorbereitet und am Ende der Woche der Haus-Leitung des Hessischen Sozialministeriums zur Entscheidung vorgelegt. Zudem sehe das Projekt auch vor, muttersprachlichen Unterricht als Teil des Vorhabens zu integrieren.
"Dieses Vorhaben steht jedoch nicht im Einklang mit den integrationspolitischen Vorstellungen der Landesregierung", sagte Gotthardt. "Es gilt bei uns, erst Deutsch zu lernen, dann die Muttersprache zu berücksichtigen. nur so kann eine Förderung realisiert werden".
Bürgermeister Kahle solle seine Äußerungen bezüglich dieses wichtigen Punktes klarstellen und das Projekt in Bezug auf den muttersprachlichen Unterricht korrigieren, um förderfähig zu sein, forderte Gotthardt. "Es wäre schade, wenn der Stadt sonst Fördermittel verloren gingen. die Förder-Richtlinien sind der Stadt ja sicherlich bekannt".
Seines Wissens habe die Stadt zwischenzeitlich einen neuen Förder-Antrag gestellt.
 
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