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Text von Montag, 12. Februar 2007

> s o n s t i g e s<
  
 Nebenhin: Eine unglaubwürdige Geschichte 
 Marburg * (fjh/pm)
Mit einem Scheiben-Klirren in der Kleingarten-Anlage Marburg haben am Samstag (10. Februar) umfangreiche Ermittlungen der Polizei begonnen. Gehört hatten Anwohner dieses Geräusch am Samstagmorgen gegen 1.10 Uhr.
Aufgrund der Beschreibung eines wenig später gesehenen rennenden jungen Mannes kontrollierte die Polizei 20 Minuten später in der Gisselberger Straße einen 27-jährigen deutlich alkoholisierten Mann aus Cappel. Dieser polizeilich bereits bekannte Deutsche entsprach in Teilen der Beschreibung des Gesuchten. Außerdem wies er eine leichte Verletzung an der Hand auf. Auch das sprach zunächst gegen ihn, denn am Tatort hatte die Polizei Blutspuren gefunden.
Dabei handelte es sich um eine aufgebrochene Hütte, aus der jedoch nichts fehlt. Andere Spuren und die im Gegensatz zur Beschreibung zum Teil deutlich andere Kleidung widersprachen allerdings den anderen Verdachtsmomenten gegen den vorläufig Festgenommenen. Daher ergaben sich zunächst keine Gründe, den Verdächtigen festzuhalten.
In der Nacht hatte der Täter offenbar versucht, in insgesamt zwei Hütten einzudringen. Dabei gingen zwei Scheiben zu Bruch. Doch der Täter blieb ohne Beute.
Am folgenden Tag gegen 13.30 Uhr nahm der Vorfall eine überraschende Wendung. In Begleitung seiner Eltern erschien ein 16-jähriger bei der Polizei und räumte ein, in die beiden Hütten in der Kleingarten-Anlage eingebrochen zu haben.
Dann allerdings servierte er erst einmal eine etwas unglaubliche Geschichte. Fünf Männer hätten ihn mit einem Messer bedroht und ihn gezwungen, einzubrechen. Dem sei er aus Angst nachgekommen.
Von dieser Story nahm der Junge aus Marburg allerdings nach einer entsprechenden Belehrung schnell wieder Abstand. Schließlichgab er unumwunden zu, dass er allein unter den Auswirkungen des vorangegangenen Alkohol-Konsums gehandelt hatte.
Die Eltern nahmen ihren ernüchterten Sprössling im Anschluss an die polizeilichen Maßnahmen wieder mit heim.
 
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