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Text von Mittwoch, 10. Januar 2007

> s o n s t i g e s<
  
 Heimliche Aktion: Strafe für Gerichtspräsidenten 
 Marburg * (fjh/pm)
Neun Monate Haft auf Bewährungwegen des Besitzes von Kinder-Pornos hat der Präsident des Verwaltungsgerichts Kassel erhalten. Das bestätigte die Staatsanwaltschaft Marburg am Mittwoch (10. Januar).
Der in Marburg wohnende Richter hat den Strafbefehl bereits akzeptiert. Damit ist die Strafe rechtskräftig. Eine öffentliche Gerichtsverhandlung hat der Beschuldigte dadurch vermieden.
Als Teil der Bewährungsstrafe muss der Richter 4.800 Euro Geldbuße an den Deutschen Kinderschutzbund (DKSB) zahlen. Auf seinem privaten PC waren 1.010 kinderpornografische Bilder und zwei Videos gefunden worden.
Die Staatsanwaltschaft Marburg hatte die Ermittlungen gegen den Juristen wegen Besitzes von Kinderpornos auf seinem privaten Computer vor rund drei Monaten aufgenommen. Das Material auf seinem Rechner zeig Mädchen und Jungen unter 14 Jahren bei sexuellen Handlungen mit anderen Kindern, Erwachsenen oder an sich selbst.
Diese Darstellungen hatte der Gerichtspräsident aus dem Internet heruntergeladen und auf seinem Computer abgespeichert. Da er jeweils mehrere Dateien auf einmal aus dem Internet heruntergeladen hatte, wurden 49 rechtlich selbständige Handlungen festgestellt.
Nach Bekanntweden der Vorwürfe war der promovierte Jurist vorläufig vom Dienst suspendiert worden. Nun wurde er in 49 Fällen verurteilt.
 
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