Sie sind hier: marburgnews >
Heute ist Sonntag, 19. Januar 2020

Text von Dienstag, 26. Juni 2007

> s o n s t i g e s<
  
 Aufgeklärt: AGGAS überführte Jugendliche 
 Marburg * (fjh/pm)
Eine Reihe von Straftaten hat die Arbeitsgruppe zur Bekämpfung der Jugendkriminalität Gewalt an Schulen (AGGAS) aufgeklärt. Sie ermittelte 13 Tatverdächtige im Alter zwischen 14 und 18 Jahren.
Für fünf Fälle von Bedrohung und Körperverletzung in der Richtsberg-Gesamschule (RGS), der Emil-von-Behring-Schule und auf dem Trojedamm zwischen März und Juni muss sich ein 16-jähriger Marburger verantworten. Die Ermittlungen gegen den deutlich älter aussehenden Jugendlichen schließen weitere Gewaltdelikte in Marburg ein. Der Jugendliche gab die vorgeworfenen Bedrohungen und Körperverletzungen in seinen ersten Anhörungen zu.
Ferner hat ie AGGAS den Diebstahl einer Digitalkamera aus der Richtsbergschule am Donnerstag (22. März ) aufgeklärt. Sie wies die Straftat einem 14-jährigen Schüler nach, der bis zuletzt mit Schwüren auf den Koran und beim Leben seiner Familie die Tat bestritten hat. Die Kamera verkaufte der Junge mit Gewinn weiter an einen 16-Jährigen, gegen den die Polizei nun wegen Hehlerei ermittelt.
Zu den aufgeklärten Straftaten gehört auch ein Raubüberfall auf einen Marburger am Trojedamm. Zwei Jugendliche fragten ihn am Freitag (6. April) zunächst nach Zigaretten, durchsuchten ihn später und nahmen ihm die Geldbörse weg. Sie stießen ihn dabei einen Hang hinunter und versetzten ihm Ohrfeigen.
Die von der AGGAS ermittelten Tatverdächtigen gaben den Raub zu. Bei ihnen handelt es sich um zwei Marburger im Alter von 17 Jahren.. Das geraubte Geld übergab einer der ermittelten Jugendlichen der Polizei, die es weiter leitete.
Am Sonntag (3. Juni) gegen 19 Uhr kam es am Marktplatz in Amöneburg zu einem Raub und einer Erpressung. Nach den Erkenntnissen der AGGAS ließ sich ein 16-jähriger Jugendlicher aus Amöneburg von einem Gleichaltrigen, den er verbal bedrohte und auf das Mitführen einer Pistole und eines Baseballschlägers verwies, das Handy aushändigen. Für die Rückgabe des Handys verlangte er Geld beziehungsweise Betäubungsmittel.
Als Rückendeckung standen diesem Jugendlichen zwei weitere Amöneburger Schüler im Alter von 15 und 16 Jahren zur Seite. Das erpresste Handy konnte die AGGAS dem Geschädigten zurückgeben. Der mutmaßliche Täter räumte weitere Eigentumsdelikte wie. Sachbeschädigungen an Autos ein. Seine beiden Verstärkungskräfte bestritten bislang jegliche Tatbeteiligung, obwohl alle Drei bereits am Mittwoch (3. Januar) vermutlich an einem Raub in Marburg in der Gisselberger Straße beteiligt waren.
Auf dem Dachboden der Wohnung eines 18-jährigen Marburgers befand sich noch die Beute, die er bereits am Mittwoch (6. Juni) gemacht hatte. Seine Begleitpersonen dabei waren ein 15-jähriger Junge und ein 16-jähriges Mädchen.
Die drei ließen sich gegen 3 Uhr von einem 26-jährigen Studenten, der reichlich alkoholisiert auf einer Bank am Erlenring saß, mit in dessen Wohnung im Alten Kirchhainer Weg nehmen. Nach weiterem gemeinsamen Alkoholgenuss schlief der Student ein. Als er erwachte, stellte er den Verlust eines Laptops, zweier I-Pods, einer Digitalkamera und eines wertvollen Messers fest. Die gesamte Beute inclusive des Messer-Unikats im Wert von mindestens 450 Euro konnte die AGGAS dem Studenten zurückgeben. Die Verdächtigen gaben den Diebstahl zu.
Des weiteren klärte die AGGAS durch eine Haftbefehlsvollstreckung weitere Straftaten auf. Sie nahm am Samstag (9. Juni) gegen 21.30 Uhr einen 17-Jährigen aus Weimar-Argenstein fest. Der spielte seit längerem Verstecken und lebte bis zu seiner Festnahme mit einem 17-jährigen Freund aus Marburg auf Kosten des Stiefbruders. Sie nutzten dabei das Guthaben seines Sparbuchs, das sie mitgehen ließen und hielten sich durch die Begehung weiterer Straftaten über Wasser.
Ein bei der Festnahme gefundenes Handy stammt nachweislich aus einem Wohnungseinbruch in der Gisselberger Straße, der sich am Mittwoch (23. Mai) ereignet hatte. Selbst das gestohlene Laptop, das die Täter bei diesem Einbruch mitnahmen, fand die AGGAS. Es war mittlerweile an einen 17-jährigen Marburger verkauft worden. Die AGGAS holte es ab und gab es zurück.
Lediglich der 16-jährige,.gegen den ein Vollstreckungshaftbefehl wegen Körperverletzung vorlag, befindet sich mittlerweile in einer Justizvollzugsanstalt.
 
 Ihr Kommentar 


Gesamtarchiv






© 2007 by fjh-Journalistenbüro, D-35047 Marburg