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Text von Mittwoch, 14. Juni 2006

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 Neubau: Corts eröffnete Klinik 
 Marburg * (sts)
"Wir schreiben heute ein entscheidendes Kapitel in der Medizin-Geschichte des Lahntals", sagte Universitätspräsident Prof. Dr. Volker Nienhaus. Nach knapp fünfjähriger Bauzeit wurde am Dienstag (13. Juni) die neue Frauen- und Kinderklinik auf den Lahnbergen feierlich eröffnet.
Mit dem 160 Millionen Euro teuren Projekt ist der zweite Bauabschnitt des Marburger Universitätsklinikums fertiggestellt. Symbolisch überreichte der hessische Wissenschaftsminister Udo Corts (CDU) den Schlüssel für das Gebäude an den Geschäftsführer des Klinikums Gerald Meder.
"Das Klinikum ist jetzt in der Lage, seine Aufgaben in der Patienten-Versorgung sowie in der universitären Forschung und Lehre optimal wahrzunehmen", sagte Corts.
"Das ist zwar nicht unsere Idee und nicht unsere Arbeit, aber das Land Hessen hat mit diesem Projekt Mut und Weitsicht bewiesen", bedankte sich Meder. Der Neubau der Frauen- und Kinderklinik war noch vom Land Hessen und vom Bund finanziert worden.
90 Millionen Euro will das Rhön-Klinikum bis 2010 in den dritten Bauabschnitt investieren. Bis 2012 sollen weitere 107 Millionen für eine Einrichtung zur Partikel-Therapie folgen.
"Das hätten wir gar nicht leisten können", gab Corts zu. Nicht zuletzt aus diesem Grund bezeichnete er die Privatisierung des Klinikums als ein "Leuchtturm-Projekt", das bundesweit gesehen werde.
Doch noch scheinen nicht alle Wünsche erfüllt. Oberbürgermeister Egon Vaupel (SPD) und der Direktor des neuen Zentrums für Kinder- und Jugendmedizin Prof. Dr. Rolf Felix Maier erinnerten an die noch nicht realisierte Kinderchirurgie. Der Dekan des Fachbereichs Medizin, Prof. Dr. Bernhard Maisch, äußerte die Hoffnung, dass im dritten Bauabschnitt doch die noch fehlenden studentischen Seminar-Räume eingerichtet werden.
"Falls der Minister nach neuen Ideen und Projekten sucht, wir hätten da noch den Vorschlag einer Campus-Universität in Marburg", erinnerte Nienhaus Minister Corts. Auch Vaupel meinte, dass die Realisierung der Campus-Idee nicht zu lange dauern dürfe. Schließlich habe die Marburger Nordstadt mit den Kliniken ein "belebendes Element" verloren.
Trotz der noch unerfüllten Wünsche zeigten sich alle Anwesenden vom neuen Klinik-Komplex begeistert. "Das ist alles andere als ein reiner Zweckbau. Wir haben uns von einer Baukultur leiten lassen, die die Genesung der Patienten nicht zuletzt auf das Ambiente zurückführt", sagte der verantwortliche Architekt Marc Eggert.
Die Feierstunde wurde von einem großen Polizeiaufgebot begleitet, da Proteste von Studierenden erwartet worden waren. Außer einem Zwischenruf verlief aber alles nach Plan der Veranstalter.
 
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