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Text von Freitag, 20. Januar 2006

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 Vor dem Ausbau: Master-Plan für die Behringwerke 
 Marburg * (sts)
"Der Standortentwicklungsplan von Pharmaserv ist eine gute Grundlage für die weitere Entwicklung der Behringwerke", sagte Oberbürgermeister Egon Vaupel (SPD). Thomas Görge, Produktmanager bei Pharmaserv, stellte den so genannten
"Site-Master-Plan" am Donnerstag (19. Januar) dem Bau- und dem Umweltausschuss der Stadt Marburg vor.
Die Behring-Nachfolgefirma PharmaServ GmbH ist Eigentümerin des Standortes und für die Entwicklung und das Management zuständig. Der Rahmenplan soll die Werksteile Hinkelbachtal in Marbach und Görzhäuser Hof in Michelbach vor dem Hintergrund des internationalen Wettbewerbs zukunftsfähig machen.
"Wir müssen dem steigenden Flächenbedarf unserer Kunden, die alle international tätig sind, Rechnung tragen, um den Standort für Investitionen langfristig attraktiv zu halten", erklärte Görge eingangs. Zur Qualitätssteigerung, -kontrolle und zur Entwicklung neuer Produkte seien zusätzliche Gebiete produktionsnah für die gewerbliche Nutzung aufzuzeigen.
Auch in puncto Sicherheit und Verkehrsplanung bestehe Nachholbedarf. Um den Autoverkehr im Werk und an den Pforten zu reduzieren, sieht der Plan für das Hauptwerk im Hinckelbachtal die Verlagerung des Westparkplatzes innerhalb des Werkes in den Ludwigsgrund außerhalb des Werkes vor.
Der bisher öffentliche Michelbacher Weg soll zu einer reinen Werksstraße werden. Dafür soll ein neuer Weg vom Marbacher Friedhof aus gebaut werden, um beispielsweise weiterhin das Naturfreundehaus erreichen zu können. Auch die Werkszufahrt über die Emil-von-Behring-Straße sowie das Werksstraßennetz sollen neu gestaltet werden.
Im Westen des Werkes soll der Wald bis in eine Tiefe von 25 bis 30 Metern gerodet werden, um die Werkssicherheit zu verbessern. Insgesamt 6,3 Hektar Wald sind von den Rodungen betroffen, wobei bisher 1,1 Hektar von Ersatzaufforstungen und 2,8 Hektar durch die Pflanzung von kleineren Gewächsen ausgeglichen wird. "Gespräche mit der Forstverwaltung haben ergeben, dass ein 1:1-Ausgleich zwischen Rodung und Wiederaufforstung an anderer Stelle möglich ist.
Das ist auch unser Ziel", meinte Görge. Für den Fortbestand des Standortes sei es wichtig, zu zeigen, dass auch kurzfristig Verbesserungsmöglichkeiten ausgeschöpft werden.
Eine Garantie für Investitionen sei dies freilich nicht, doch die Voraussetzungen hierfür seien geschaffen, führte Görge abschließend aus. Die Ausschüsse stimmten dem Plan einstimmig zu.
 
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