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Text von Freitag, 17. Februar 2006

> s o z i a l e s<
  
 Streit um CG: Gerangel um Zuständigkeit 
 Marburg * (sts)
"Die Universität und die Stadt haben sich im Bezug auf das Collegium Gentium selbst disqualifiziert. Herr Vaupel, ich kann nicht verstehen, warum Sie so untätig sind", warf Stadtverordnete Astrid Kolter (Marburger Linke) Oberbürgermeister Egon Vaupel (SPD) vor. Kolters Fraktion forderte im Bauausschuss am Donnerstag (16. Februar) die Stadt Marburg auf, ein Ersatzobjekt für die Bewohner des internationalen Wohnheims zur Verfügung zu stellen.
Vaupel, der auch Vorsitzender des CG-Stiftungsrats ist, wies die Vorwürfe zurück: "Wir konnten bisher kein Ersatzobjekt zu vergleichbaren Bedingungen finden. Die Mieten können nicht über einen städtischen Zuschuss auf ihrem niedrigen Niveau gehalten werden."
Zudem wies er die Verantwortung der Philipps-Universität und dem Land Hessen zu. Schließlich habe die Stiftung eine Kündigung der Wohnräume durch die Universität erhalten und somit die Mietverhältnisse kündigen müssen.
Gerade diese Kündigung sei nicht rechtens gewesen, hielt Kolter dagegen. Das Gebäude sei der Universität 1948 von den Alliierten mit der Auflage übergeben worden, dort ein internationales Wohnheim einzurichten: "Die Schenkung war mit einer bestimmten Nutzung verknüpft, die nun einfach ignoriert wird."
Vaupel versprach, dass allen Bewohnern über die gemeinnnützige städtische Wohnungsbaugesellschaft (GeWoBau) eine Vorzugsbehandlung bei der Suche nach Ersatzwohnraum zuteil werde. Eine Auflösung der Stiftung sei nicht geplant: "Wir wollen einen Weg für die Zukunft finden."
Wie die aussehen könnte, skizzierte Stadtverordneter Jürgen Markus (Grüne): "In den Planungen für die neue Campus-Universität könnte das internationale Wohnheim integriert werden."
Der Antrag der Marburger Linken wurde von allen anderen Fraktionen abgelehnt.
 
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