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Text von Samstag, 9. Dezember 2006

> p o l i t i k<
  
 Grund und Grundstück: Fronhof wieder im Bau-Ausschuss 
 Marburg * (sts)
Es gibt Ausschuss-Sitzungen, da werden die interessantesten Themen erst unter dem Tagesordnungspunkt "Verschiedenes" verhandelt. So geschah es auch am Donnerstag (14. Dezember) bei der Sitzung des Bau- und Planungsausschusses. Im Mittelpunkt der Diskussion stand mal wieder das Fronhof-Gelände.
Nachdem sich Gerüchte verdichtet hatten, dass der private Investor Dr. Peter Rother kein Interesse mehr an einer Bebauung seines Grundstücks habe, keimte wieder Hoffnung auf einen möglichen Grundstücks-Tausch auf. Um die dringend benötigte Mehrzweckhalle für die Otto-Ubbelohde-Schule bauen zu können, muss die Stadt Marburg das Grundstück Rothers erwerben. Den Tausch gegen ein stadteigenes Grundstück hatte Rother bisher aber immer abgelehnt, da er sein eigenes Grundstück bebauen wollte.
"Wir haben bisher keine offizielle Aussage von Herrn Rother. Deswegen ändert sich für uns erst einmal nichts an der gegenwärtigen Situation", sagte Bürgermeister Dr. Franz Kahle (Grüne) in der Sitzung. Der Magistrat hatte der Schule angeboten, Räume im stadteigenen Gebäude Universitätsstraße 4 nutzen zu können. Außerdem hatte er die Sanierung der Turnhalle an der ehemaligen Jäger-Kaserne in Aussicht gestellt.
Manfred Jannasch (CDU) kritisierte diese Pläne scharf: "Hier werden Steuergelder zum Fenster rausgeschmissen." Statt millionenteuerer Sanierungs- und Umbau-Maßnahmen schlug er vor, die Halle einfach auf dem Parkplatz der Schule zu bauen.
Kahle erwiderte, dass hierfür frühestens in zwei Jahren eine Baugenehmigung vorliegen könnte, jedoch kurzfristige Lösungen gefragt seien.
"Als ich Grundschüler in der Otto-Ubbelohde-Schule war, ist uns schon der Bau einer Turnhalle versprochen worden", hielt der 60-jährige Jannasch dagegen und verwies auf das nunmehr 50 Jahre währende Hickhack.
Doch es gab in der Sitzung auch noch Positives zu vermelden. Die Stadt Marburg erhält nach ebenfalls mehrjährigem Drängen ein eigenes braun-weißes Hinweisschild an der Stadtautobahn. Das Schild wird im Jahr 2008 angebracht. Für das Elisabeth-Jahr 2007 gibt es ein extra angefertigtes Hinweisschild in der Größe von zwei mal drei Metern.
"Die grinsende Elisabeth ist zwar gewöhnungsbedürftig, aber weist Besucher großflächig auf das Ereignis hin", meinte Kahle abschließend.
 
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