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Text von Freitag, 20. Oktober 2006

> p o l i t i k<
  
 Kein Abschluss: Jetzt erst recht demonstriert 
 Marburg * (atn/pm)
"Jetzt erst recht!" Unter diesem Leitspruch fand am Freitag (20. Oktober) eine Demonstration des Aktionsbündnisses gegen Bildungs- und Sozialabbau (ABSS) statt. Unter dem Motto "Warm-Up, Demo gegen Studiengebühren, Bildungs- und Sozialabbau" zogen knapp 1.000 Menschen vom Elisabeth-Blochmann-Platz an der Mensa aus durch die Stadt. Die Demonstration dauerte von kurz nach 17 bis kurz vor 21 Uhr.
Auf dem Elisabeth-Blochmann-Platz kündigte der stellvertretende AstA-Vorsitzende Juko Marc Lukas anhaltende Proteste gegen die Einführung von Studiengebühren an. Auch wenn das Hessische Studienbeitragsgesetz (HstuBeiG) inzwischen verabschiedet sei, wolle man weiterhin dagegen kämpfen. Schließlich verstoße dieses Gesetz gegen die Hessische Verfassugn, wonach der Unterricht an Hochschulen kostenfrei sein muss.
In der Bahnhofstraße vor der Post fand eine Zwischen-Kundgebung statt. Dort sprachen Franz-Josef Hanke als Landessprecher der Humanistischen Union (HU) und Eva Ludwig als stellvertretende Landesvorsitzende der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW).
Die Veranstaltung verlief bis zum Hörsaalgebäude an der Biegenstraße sehr friedlich und ohne nennenswerte Vorkommnisse. Doch anstatt die Versammlung dort wie angekündigt mit einer Abschlusskundgebung zu beenden, entschloss sich eine Vielzahl der Teilnehmer spontan zum Weitergehen.
Bis zu 400 Menschen bewegten sich nach Angaben der Polizei - mal geschlossen, mal in größeren Teilgruppen, mal gehend und mal laufend - durch die Stadt und blockierten mehrfach für jeweils 10 bis 15 Minuten Kreuzungen. Kurz vor 21 Uhr lösten sich auch die letzten größeren Gruppen auf.
Über zum Teil nicht unerhebliche Verkehrsbehinderungen hinaus gab es aus polizeilicher Sicht keine außergewöhnlichen Zwischenfälle.
 
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