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Text von Dienstag, 20. Juni 2006

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 Macht besprochen: Theologen-Tagung für Nachwuchs 
 Marburg * (atn/pm)
Zur Spur der Macht in Moral und Religion findet an der Philipps-Universität von Freitag (30. Juni) bis Samstag (1. Juli) eine Tagung statt. Vor allem der wissenschaftliche Nachwuchs soll von dieser theologisch-philosophischen Tagung angesprochen werden. Dazu werden renommierte Referenten aus Deutschland und der Schweiz erwartet
"Macht ist omnipräsent, zugleich aber häufig ungreifbar und schwer zu durchschauen", heißt es im Programm. Und obgleich das Phänomen der Macht "ein wirklicher Abgrund der Vernunft" sei, könne "auf verstehende Zugänge nicht verzichtet werden. Während der Tagung wird daher unter anderem über "Macht und Wille: Wille zur Macht", die "Macht der Verzeihung" und über "Macht und Ohnmacht" gesprochen.
Veranstalter ist Prof. Dr. Dietrich Korsch vom Fachbereich Evangelische Theologie der Philipps-Universität in Zusammenarbeit mit dem Promotionsschwerpunkt "Macht - Religion - Moral" des Evangelischen Studienwerks Villigst.
"Wir wollen vor allem jüngere Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler ansprechen", erläuterte Korsch. Sie sollen angeregt werden, angesichts "omnipräsenter Konstellationen der Macht" den Begriff der Macht genauer wahrzunehmen und ihn gezielt zum Erkenntnisgewinn in den Geisteswissenschaften zu nutzen: "Denn einmal aufmerksam geworden, kann man sehen: Das Phänomen Macht durchzieht alle Felder, die die Geisteswissenschaften bearbeiten."
Zu den Referenten gehört unter anderem Prof. Dr. Petra Gehring von der Technischen Universität Darmstadt. Die Theoretische Philosophin und Sprecherin des Darmstädter Graduiertenkollegs "Technisierung und Gesellschaft" wird über "Die Macht und die Körper" sprechen. Ebenfalls erwartet wird Prof. Dr. Josef Simon, Emeritus der Universität Bonn. Der Mitherausgeber der Nietzsche-Studien und langjährige Herausgeber der Allgemeinen Zeitschrift für Philosophie wird über "Macht und Wille: Wille zur Macht" referieren.
 
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