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Text von Samstag, 20. Mai 2006

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 Leise nachgegeben: Wilhelmsplatz wird nicht umbenannt 
 Marburg * (sts)
"Alle rund dreißig Vorschläge wurden in der Bürgerkommission diskutiert. Die Entscheidung fiel letztlich einstimmig", gab Oberbürgermeister Egon Vaupel (SPD) am Freitag (20. Mai) bekannt. Die von Vaupel initiierte Kommission plädierte dafür, den Platz an der Augustinergasse, Krebsgasse und der oberen Gutenbergstraße nach dem langjährigen Oberbürgermeister Dr. Hanno Drechsler zu benennen. Eine Entscheidung hierüber wird die Stadtverordnetenversammlung aber frühestens in ihrer Juni-Sitzung treffen.
Nach massiven Bürger-Protesten gegen eine Umbenennung des Wilhelmsplatzes, wie sie das Stadtparlament fast einstimmig beschlossen hatte, war die Bürgerkommission eingerichtet worden.
"Die Idee, den Wilhelmsplatz umzubenennen, war bis in die letzte Verhandlungsrunde auf dem Tisch", erklärte Vaupel bei der Stadtverordnetenversammlung am Freitag. Das
Gremium entschied aber gegen die Lösung, um eine weitere öffentliche Debatte zu vermeiden.
Der Kompromissvorschlag der Kommission wurde am Donnerstag bereits im Ältestenrat diskutiert. Nun soll er noch einmal innerhalb der Fraktionen besprochen werden. Nach einer Sondersitzung des Ältestenrates am Dienstag (13. Juni) ist dann ein endgültiges Ergebnis zu erwarten.
Allem Anschein nach werden die Fraktionen dem Vorschlag der Bürgerkommission aber folgen. CDU-Fraktionsvorsitzender Christian Heubel signalisierte schon einmal Zustimmung: "Das ist eine weise Entscheidung. Gut, dass der emotionsbeladene Wilhelmsplatz vom Tisch ist!"
Der Beschluss des Parlaments zur Umbenennungdes Wilhelmsplatzes in Hanno-Drechsler-Platz wird nun nicht umgesetzt, wie Stadtverordnetenvorsteher Heinrich Löwer abschließend betonte.
 
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