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Text von Dienstag, 14. März 2006

> p o l i t i k<
  
 Kommunen kooperieren: Stadt und Umlandgemeinden 
 Marburg * (anm)
Eine Zusammenarbeit zwischen der Stadt Marburg und den Umlandgemeinden haben die jeweiligen Verwaltungschefs am Dienstag (14. März)im Marburger Rathaus vorgestellt. "Die Umlandgemeinden brauchen Marburg und Marburg braucht die Umlandgemeinden", erklärte der Marburger Oberbürgermeister Egon Vaupel.
Die angestrebte Zusammenarbeit soll zwischen der Stadt Marburgund den Gemeinden Cölbe, Ebsdorfergrund, Lahntal und Weimar stattfinden.
Der Lahntaler Bürgermeister Manfred Apell begrüßte Vaupels Initiative. Früher habe sich seine Gemeinde oft "abgedrängt" gefühlt.
Ähnlich sah das der erste Beigeordnete der Gemeinde Ebsdorfergrund. Wilhelm Brandenstein bemängelte, dass in der Vergangenheit nicht nur miteinander, sondern auch oft gegeneinander gearbeitet worden sei.
Die Vertreter der beteiligten Kommunen waren sich einig, dass ihr Vorhaben der Wirtschaft, der Region und somit den Bürgern zu Gute komme. "Was nutzt uns gemeinsam? Was bringt uns gemeinsam voran?" Dies sind für Vaupel die Leitfragen der geplanten Zusammenarbeit.
Regelmäßige Abstimmungen zu Fragen und Problemen sowie gemeinde-übergreifende Projekte sind geplant. Vor allem der Ausbau der Infrastruktur liegt den Politikern am Herzen. Die überregionale Erreichbarkeit der Region soll verbessert werden.
Das betreffe aber nicht nur die Straße, sondern auch die Schiene. Neben dem Lückenschluß des autobahnähnlichen Ausbaus der Bundesstraße B 3a, weiteren Ortsumgehungen und Neutrassierungen, wollen sie einen ICE-Anschluß für Marburg erreichen. Vor allem für Pendler sei dies wichtig und schaffe eine bessere Lebensqualität, bemerkte der Cölber Bürgermeister Volker Carle.
Doch auch der Ausbau der Verkehrsverbindungen zwischen der Stadt und den Umlandgemeinden wird in Angriff genommen. Das betrifft auch Buslinien und Radwege.
Auch bei der Ausweisung von Gewerbegebieten wollen die Kommunen künftig zusammenarbeiten. Ziel ist dabei die Entwicklungschacen zu verbessern. Bei einer Zusammenarbeit gäbe es bessere Problemlösungen, als bei Alleingängen einer einzelnen Kommune, erläuterte der Weimarer Bürgermeister Volker Muth.
"Die Zusammenarbeit soll nicht nur auf höchster Ebene stattfinden, sondern schon auf der Verwaltungsebene beginnen." erklärte Vaupel. Informationsflüsse und gegenseitige Sensibilität sollen dabei verbessert werden. Durch kontinuierliche Zusammenarbeit und die Benennung von Ansprechpartnern soll dieses Ziel erreicht werden.
Vaupel betonte, dass die Zusammenarbeit mit den Gemeinden für ihn eine höhere Priorität habe, als die Abstimmung mit dem Landkreis. Auf die Frage, wieso denn erst jetzt auf diese Weise zusammengearbeitet werden soll, antwortete er: "Weil jetzt die Zeit reif ist!"
 
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