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Text von Freitag, 10. März 2006

> p o l i t i k<
  
 Bürger gegen Beschluss: Wilhelmsplatz soll Namen behalten 
 Marburg * (fjh/pm)
Ein Bürgerbegehren gegen die geplante Umbenennung des Wilhelmsplatzes will die Junge Union (HU) starten. Das hat die Nachwuchs-Organisation der CDU am Freitag (10. März) mitgeteilt.
Die JU marburg ruft alle Bürger der Universitätsstadt Marburg auf, sich an diesem Bürgerbegehren zu beteiligen. Dabei reichen bereits die Unterschriften von 10 % der Wahlberechtigten aus, um den Beschluss der Stadtverordnetenversammlung zu revidieren und die Entscheidung in die Hände der Bürger zu legen.
Die Parlamentarier hatten entschieden, den Platz am südlichen Rand der Kernstadt in "Hanno-Drechsler-Platz" umzubenennen. Damit wollten Oberbürgermeister Egon Vaupel und Stadtverordnetenvorsteher Heinrich Löwer rechtzeitig zu seinem 75. Geburtstag den ehemaligen Oberbürgermeister dr. Hanno Drechsler würdigen.
Angesichts der heftigen Diskussion in der Öffentlichkeit sowie bei einer Podiumsdiskussion der Oberhessischen Presse (OP) zur Kommunalwahl sieht die Junge Union Handlungsbedarf. Die widersprüchlichen Aussagen der Magistratsmitglieder und des Ältestenrates müssten die Bevölkerung alarmieren. Es müsse ein transparentes Verfahren gefunden und die Bürger dabei einbezogen werden. Das wäre nach Ansicht der JU von Anfang an der einzig richtige Weg gewesen.
Die Aussage der Stadträtin Dr. Kerstin Weinbach auf der OP-Podiumsdiskussion vom Donnerstag (9. März) im Bürgerhaus Marbach, sie könne ja niemanden daran hindern, weiterhin "Wilhelmsplatz" zu sagen, stößt bei der Jungen Union auf Unverständnis. "Wenn die Verdienste von Oberbürgermeister Dr. Hanno Drechsler gewürdigt werden sollen, dann nicht nur in Sonntagsreden, sondern im Alltag der Bürger", forderte JU-Kreisvorsitzender Philipp Stompfe.
Die Bemerkungen einiger Anwesender, die Parteien könnten jetzt nicht mehr zurück, zeigten einmal mehr, dass der Bürger an dieser Stelle gefragt sei.
Als Alternative zur Umbenennung des Wilhelmsplatzes schlug die JU die Benennung des namenlosen Bahnhofsvorplatzes mit dem ehemaligen Ortenbergsteg in Dr.-Hanno-Drechsler-Platz und Hanno-Drechsler-Steg vor. Damit würde zusammen mit dem Karl-Theodor-Bleek-Platz und dem gleichnamigen Steg am Südbahnhof ein einheitliches Bild in Marburg geschaffen.
Unterschriftenlisten für das Bürgerbegehren gegen die Umbenennung des Wilhelmsplatzes liegen sowohl in der Kreisgeschäftsstelle der CDU als auch an allen Wahlkampfständen der Christdemokraten aus.
 
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