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Text von Dienstag, 14. Februar 2006

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 Karriere mit Kindern: CDU-Debatte zur Familienpolitik 
 Marburg * (sts)
"Wir brauchen kombinierte Lösungen auf allen Ebenen, die den Eltern die Wahlfreiheit über die Kindererziehung garantieren", sagte Peter Goetz. "Lokale Bündnisse für Familien" lautete das Thema einer Podiumsdiskussion am Montag (13. Februar) in der Stadthalle.
Der Einladung der CDU-Kreistagsfraktion waren außer dem Bundesvorsitzenden der Kommunalpolitischen Vereinigung Deutschlands auch Landrat Robert Fischbach, Kreishandwerksmeister Helmut Henkel und die Leiterin der Evangelischen Familienbildungsstätte Marburg, Heidi Albrecht, gefolgt. Moderiert wurde die Veranstaltung vor zwanzig Interessierten vom CDU-Fraktionsvorsitzenden Werner Waßmuth.
"Die lokalen Bündnisse sind ein gutes Instrument, um alle Beteiligten an einen Tisch zu bringen", sagte Albrecht. Die Arbeitgeber müssten über flexible Arbeitszeitmodelle ebenso mit einbezogen werden wie die Kommune mit kombinierten Kinderbetreuungsangeboten.
Die Eltern sollen einerseits die Möglichkeit erhalten, ihr Kind selbst zu erziehen und später in ihren Beruf zurückzukehren. Andererseits müssten aber auch Betreuungsangebote geschaffen werden, die beiden Elternteilen die Möglichkeit bieten, berufstätig zu bleiben.
Familienpolitik verlange auch eine entsprechende Bildungs- und Arbeitsmarktpolitik, ergänzte Goetz. Nach der Einrichtung eines lokalen Familienbündnisses in der Stadt Marburg schwebt Fischbach eine eben solche Einrichtung auf Kreisebene vor. Ziel müsse ein Netzwerk von lokalen Bündnissen sein.
"Die Kommunen werden in einen Wettbewerb in puncto Familienfreundlichkeit eintreten. In spätestens zehn Jahren wird die Kinderbetreuung kostenlos sein", prognostizierte der Landrat.
Henkel verlangte, dass der Wert der Familie wieder mehr in den Fokus gerückt würde: "Wenn in der Politik nur noch von Bedarfsgemeinschaften die Rede ist, braucht man sich über einen Verfall von Familienwerten nicht zu wundern."
Nur wenn ein konstantes Wirtschaftswachstum neue Arbeitsplätze schaffe und Bestehende sichere, würde auch die Zahl der Kinder wieder steigen."Kinderreichtum darf nicht länger zu materieller Armut führen"; forderte Goetz abschließend.
 
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