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Text von Mittwoch, 1. Februar 2006

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 Auf Kürzung verzichten: Hessische Unis kritisieren EU 
 Marburg * (fjh/pm)
Schlechte Aussichten für die Bildungspolitik Hat die Konferenz Hessischer Universitätspräsidenten ausgemacht. In einer öffentlichen Erklärung kritisierte ihr Sprecher Prof. Dr. Volker Nienhaus am Mittwoch (1. Februar) die Kürzung von Mitteln der Europäischen Union (EU) im Bildungsbereich.
Der EU-Ministerrat habe überraschend eine deutliche Kürzung der Mittel der EU für die Mobilitätsprogramme in der Bildung beschlossen. Statt der in Aussicht gestellten und von den Bildungsträgern eingeplanten knapp 14 Milliarden Euro für den Zeitraum2007 bis 2013 sollen weniger als die Hälfte zur Verfügung gestellt werden.
Das würde bedeuten, dass mit Mühe die jetzigen Aktivitäten realisierbar wären. Die mit dem Bologna-Prozess geforderte Ausweitung der Aktivitäten wäre nicht möglich. Gerade die immer wieder propagierte Steigerung der Studierenden-Mobilität in gestuften Studiengängen wäre nun nicht mehr zu realisieren.
"Das Europäische Parlament hat die finanziellen Perspektiven abgelehnt", schrieb Nienhaus. "Folglich muss nun wieder mit dem Rat verhandelt werden."
In dieser Phase bringen die hessischen Universitäten bei ihren Europa-Abgeordneten und insbesondere bei der Bundesregierung, die im Rat vertreten ist, ihre Sorgen zum Ausdruck und fordern sie auf, sich für eine stärkere Berücksichtigung der Bildung und für eine bessere finanzielle Ausstattung der neuen Programm-Generation einzusetzen.
 
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