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Text von Donnerstag, 5. Januar 2006

> p o l i t i k<
  
 Anders abgefahren: Neuerliche Fahrplanänderungen 
 Marburg * (fjh/pm)
Zahlreiche Fahrplanänderungen treten nach den Weihnachtsferien in Kraft. Die wesentlichen Änderungen hat Erster Kreisbeigeordneter Dr. Karsten McGovern am Donnerstag (5. Januar) vorgestellt.
Der Regionale Nahverkehrsverband Marburg-Biedenkopf (RNV) hat die schulfreie Zeit während der Jahreswende genutzt, um Hinweise und Kritik nach dem Fahrplanwechsel am Sonntag (11. Dezember) und nach dem Start der beiden neuen Linienbündel West und Nordost zu bearbeiten und für die Kunden zufrieden stellende Lösungen zu finden.
Im Bereich des Linienbündels West traten bei der Regionalbuslinie 383 die meisten Probleme auf. Mit dem Einsatz eines zusätzlichen Fahrzeugs wurde in Abstimmung mit dem Rhein-Main-Verkehrsverbund (RMV) als Träger des regionalen Busverkehrs eine Lösung gefunden, mit der vor allem die Kapazitätsprobleme in den Spitzenzeiten behoben werden sollen. Mit diesem zusätzlichen Fahrzeug und umlaufbedingten Veränderungen ergeben sich Zusatzfahrten um 6.57 Uhr und um 8.02 Uhr ab Lohra-Feuerwehr nach Marburg Hauptbahnhof.
Die Abfahrt um 6.44 Uhr in Erdhausen beginnt nunmehr bereits um 6.33 Uhr ab Weidenhausen-Westring.
In der umgekehrten Richtung werden Fahrten um 13.14 Uhr ab Marburg-Elisabethkirche bis Niederweimar sowie um 15.30, 16.40 und um 17.40 Uhr ab Marburg-Hauptbahnhof bis Gladenbach angeboten.
Im Stadtteil Gisselberg werden die Schüler der Theodor-Heuß-Schule nun wieder mit einem eigenen Fahrzeug in der Ortsmitte an der Buswendeschleife abgeholt und nach der vierten, fünften und sechsten Unterrichtsstunde von dort wieder nach Hause gebracht.
Die Streckenführung der Linie 383 in der Stadt Marburg erfolgt künftig wieder über Gisselberger Straße, Radestraße, Wilhelmstraße, Gutenbergstraße, Stadthalle, Bunsenstraße, Robert-Koch-Straße bis zum Hauptbahnhof.
Im Zusammenhang mit der Überarbeitung der Linie 383 wurde auch die Verbindung in die Weimarer Ortsteile Wenkbach, Roth, Argenstein, Wolfshausen und Niederwalgern deutlich verbessert. So müssen die Schüler zwar morgens nunmehr bereits um 7.00 Uhr in Roth an der Bushaltestelle sein. Dafür wurden mit den Abfahrten um 8.10 Uhr und 10.10 Uhr zusätzliche Busanbindungen nach Marburg geschaffen. Auch der Ortsteil Niederwalgern wird bei dieser Fahrt mit angebunden.
Über die Linie 383 beziehungsweise die Linie MR-31 ab Niederweimar bestehen Direktverbindungen in diese Ortsteile jeweils um 12.25 Uhr und um 13.09 Uhr ab Marburg-Hauptbahnhof, um 13.14 Uhr ab Elisabethkirche sowie um 16.40 Uhr und 18.40 Uhr ab Marburg-Hauptbahnhof.
Im Ortsteil Wenkbach werden nach dem Wegfall der Haltestelle in der Unteren Bergstraße ab Montag (9. Januar) die Haltestellen "An der Kirche" und "Gießener Straße" bedient.
Die Schülerinnen und Schüler aus Argenstein, die zu den Schulen in Niederwalgern und Fronhausen gehen, werden künftig wieder an der Haltestelle "Talstraße" abgeholt und können auch dort wieder aussteigen.
Auf der neuen Linie MR-35 wurden die AST-Angebote zwischen Heskem und Fronhausen nunmehr auch auf das Wochenende ausgedehnt. Mit einem zusätzlichen Busangebot auf der MR-35 um 18.39 Uhr ab Fronhausen-Bahnhof Richtung Hassenhausen, Bellnhausen, Hachborn und Heskem wurde für die um 18.22 Uhr und 18.33 Uhr ankommenden Pendler aus Frankfurt, Gießen und Kassel eine Anschlussverbindung geschaffen.
Die Schüler aus Oberwalgern werden ab Montag (9. Januar) auf der Linie MR-36 gemeinsam um 7.07 Uhr am Bürgerhaus abgeholt. Sie können dann ab Niederwalgern-Bahnhof nach Marburg fahren oder werden dann weiter zur Gesamtschule Niederwalgern gefahren.
Auf der Linie MR-39 wurde um 13.58 Uhr eine neue Fahrt für die Schüler aus dem Lohraer Ortsteil Damm ab Niederwalgern-Bahnhof eingeplant, da diese Schüler bisher keine direkte Heimfahrtmöglichkeit ab Marburg hatten.
Das Angebot der Linie MR-46 Marburg-Friebertshausen-Nesselbrunn wurde mit einer Fahrt um 17.15 Uhr ab Marburg-Elisabethkirche erweitert.
Die Schülerinnen und Schüler der August-Hermann-Francke-Schule (AHFS) in Gießen aus Bad Endbach, Gladenbach und Lohra werden künftig mit einem Zubringerfahrzeug zur Bushaltestelle in Weipoltshausen gebracht. Von dort können sie mit der von der Firma Weber in Biebertal, betriebenen Linie 419 direkt zur Schule fahren. Auch die Rückfahrt um 12.55 Uhr ab AHFS wurde entsprechend organisiert.
Im Gladenbacher Stadtteil Runzhausen wird nach den Weihnachtsferien bei allen Fahrten der Linie MR-45 wieder die Bushaltestelle "An der Bleiche" angefahren.
Im Bereich des Linienbündels Nordost waren die Schwerpunkte der Veränderungen bei den Linienverkehren im Bereich der Gemeinde Cölbe von und nach Marburg sowie im Bereich der Stiftsschule "St. Johann" in Amöneburg vorzunehmen. Bei den Fahrplanangeboten der Linien MR-72 und 76 wurde ein zusätzliches 50er Fahrzeug eingeplant. So wird auf der Linie MR-76 um 6.44 Uhr ab Bracht-Siedlung eine zusätzliche Fahrtmöglichkeit bis Marburg-Stadthalle angeboten. Dieses Fahrzeug steht auch für eine zusätzliche Rückfahrt auf dieser Linie um 13.48 Uhr bis Schönstadt zur Verfügung.
Für die Schüler aus Gossfelden und Sarnau steht künftig auf der Linie MR-76 um 13.29 Uhr wieder ab Haltestelle Marburg-Bachweg ein zusätzliches Fahrzeug zur Verfügung.
Auf der Linie MR-78 sind künftig alle Schülerinnen und Schüler aus Bürgeln, die die Stiftsschule in Amöneburg oder die Gesamtschule in Kirchhain besuchen, bei allen Hin- und Rückfahrten über die Haltestelle "Rennweg" direkt angebunden.
Durch die Veränderung der Schulschlusszeit der Stiftsschule nach der 6. Unterrichtsstunde auf 12.45 Uhr wurden, soweit umlaufbedingt vom Fahrzeugeinsatz her umsetzbar, auch die Abfahrtszeiten vorgezogen. Wichtigste Neuerung hier ist die Veränderung der Rückfahrten der Schüler aus Stadtallendorf und Neustadt mit insgesamt drei Fahrzeugen um 13.00 Uhr ab Amöneburg.
Die Abfahrten ab Stiftsschule nach Emsdorf und Erksdorf erfolgen dann bereits um 13.12 Uhr. Für die Cölber Schüler erfolgt die Abfahrt dann bereits um 13.05 Uhr.
Neben diesen Veränderungen wurden die Verkehrsangebote auf der von den Stadtwerken Marburg (SWM) bisher eigenwirtschaftlich bedienten "Altlinie 86", die den Ebsdorfergrund mit Marburg verbindet, verändert. Auch hier wurde den örtlichen Kundenwünschen Rechnung getragen. Morgens sind mit insgesamt drei Fahrzeugen wieder alle Ortsteile direkt nach Marburg angebunden. Mittags finden die Rückfahrten um 12.25 Uhr und 13.15 Uhr ab Hauptbahnhof statt.
Erster Kreisbeigeordneter und RNV-Vorstandsvorsitzender Dr. Karsten McGovern hofft, mit diesen Veränderungen die meisten der von den Schulen, Eltern und Berufstätigen geäußerten Wünsche erfüllen zu können. "Wir gehen davon aus, dass es auch nach dem Beginn der Schule noch Optimierungsbedarf gibt", meinte er. "und daher bitten wir weiterhin um Hinweise von Fahrgästen und Eltern. Wenn nicht alle Wünsche erfüllbar sind, dann liegt dies auch daran, dass Verbesserungen mit Kostensteigerungen verbunden sein können, die der Landkreis aufgrund der defizitären Haushaltslage jedoch nicht tragen kann."
McGovern legt Wert auf ein zurückhaltendes Vorgehen bei den weiteren Verkehrsplanungen aufgrund der aus Berlin zu erwartenden finanziellen Veränderungen, die sich bis auf die örtlichen Verkehrsträger durchschlagen werden.
 
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