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Text von Sonntag, 5. März 2006

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 Internationale 42er: Autoren lasen in Stadtbücherei 
 Marburg * (sts)
30 Biere in einer halben Stunde sind eine Trink-Leistung, die sich sicher nicht zur Nachahmung eignet. Der Held in Tom Liehrs aktuellem Roman "Idiotentest" versucht sich dennoch daran. Schließlich geht es um ein tägliches Gratis-Bier für den Rest seines Lebens! Liehr ist einer der Schriftsteller der 42er Autorengruppe, die am Samstag (4. März) in der voll besetzten Stadtbücherei zu Gast war.
Zwölf Autoren hatten 1999 die Schriftsteller-Vereinigung 42erAutoren gegründet. Ziel des Vereins ist es, sich gegenseitig bei allen Problemen der schriftstellerischen Existenz zu unterstützen. Die Zusammenarbeit reicht vom redigieren der Texte über die Vermittlung von Verlagen, Lektoren und Lesungen bis zur gegenseitigen Unterstützung in Krisenzeiten.
Derzeit sind rund 30 deutschsprachige Autoren Mitglieder der internationalen Vereinigung. Sie kommen unter anderem auch aus China und Kanada.
Der Name geht übrigens auf Douglas Adams´ berühmten Roman "Per Anhalter durch die Galaxis" zurück. Darin gibt der Super-Computer "Deep Thought" die Zahl 42 als Antwort auf die Frage nach dem Leben, dem Universum und dem ganzen Rest.
Neun Autoren lasen in Marburg, wo am vergangenen Wochenende auch zum dritten Mal in Folge die Jahreshauptversammlung der "42er" stattfand. Darunter waren auch die Marburger Lokalmatadorinnen Iris Kammerer und Heike Wolf.
Den Auftakt machte der Bonner Autor Achim Friker mit der kurzen Erzählung "Unergründliche Geheimnisse der Natur". Unergründlich kommt den Eltern darin der plötzliche Wandel ihrer Tochter Jennifer-Katharina vor, die über Nacht ihre Pubertätsphase abgeschlossen hat. Das Fehlen der alltäglichen Streitereien im Haus führt zu allerlei Verwirrungen.
In Beate Pauls "Wiedervorlage" wird dem kleinen Martin ein Toilettengang zum Verhängnis. Die unerbittliche Mutter muss in aller Öffentlichkeit überprüfen, ob ihr Sohn sich den Hintern auch ordentlich abgewischt hat.
Der Held der 30 Biere scheiterte übrigens nach 29 und musste "gleichzeitig pinkeln und kotzen" gehen. "Das macht dann 57,60", meint die Wirtin bei seiner Rückkehr. Das 30. Bier geht dann aber doch aufs Haus.
 
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