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Text von Donnerstag, 7. Dezember 2006

> p o l i t i k<
  
 Deutlicher Anstieg: Studie zum Umweltbewusstsein 
 Marburg * (ule/pm)
Umweltschutz ist im Bewußtsein der Menschen gestiegen. Das hat die Studie "Umweltbewusstsein 2006" ergeben. Auf ihre Veröffentlichung wies die Philipps-Universität am Donnerstag (7. Dezember) hin.
Im Auftrag des Umweltbundesamtes und des Bundesumweltministeriums haben Marburger Forscher rund 2.000 Personen befragt.
Der Umweltschutz ist demnach in der Rangfolge der wichtigsten Probleme in Deutschland von Platz 4 im Jahr 2002 über Platz 3 im Jahr 2004 auf jetzt Platz 2 geklettert.
Leiter der Forschergruppe ist Professor Dr. Udo Kuckartz vom Institut für Erziehungswissenschaft. Kuckartz führt die Repräsentativbefragung im Zwei-Jahres-Rhythmus durch. Dabei kooperiert er mit der Bielefelder TNS Emnid Medien- und Sozialforschung GmbH.
Die ansteigende Bedeutung des Umweltschutzes dürfte vor allem darauf zurückzuführen sein, dass der weltweite Klimawandel in das öffentliche Bewusstsein vorgedrungen ist, heißt es in der Studie. So fordern 67 Prozent der Befragten, dass Deutschland in der internationalen Klimaschutzpolitik Vorreiter sein solle. Gegenüber den Jahren 2002 mit 47 Prozent und 2004 mit 56 Prozent ist dieser Wert stark angestiegen.
62 Prozent glauben allerdings, dass Deutschland die Probleme nicht bewältigen kann, die aus dem Klimawandel resultieren.
Auch zu einer aktuellen Diskussion liefert die Studie wichtige Daten. So seien etwa neunzig Prozent der Befragten für einen Ausbau der Solarenergie. Über siebzig Prozent votierten für den Ausbau von Offshore-Windenergie.
Die Atomenergie hingegen "möchte man mehrheitlich ad acta legen": Zwei Drittel der Deutschen wollen den neuen Daten zufolge am beschlossenen Atomausstieg festhalten oder ihn sogar noch beschleunigen.
 
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